In der heutigen Zeit gehören Stromleitungen zu einem Haus dazu, so wie ein Dach auf das selbige passen muss. Ohne elektrischen Strom wären die meisten von uns aufgeschmissen, und da dieser für uns alle (zumindest in unserer Gesellschaft) erhältlich ist, wäre es ja auch völlig überflüssig, auf diesen zu verzichten. Schon beim Bau des Hauses sollte man genau darauf achten, wo welche Leitungen verlegt werden. Doch wenn das Haus erst einmal steht und die Leitungen verlegt worden sind, geht es ja erst richtig los. Denn um die entsprechenden Elektrogeräte zum Laufen zu bringen, müssen sie schließlich erst einmal angeschlossen werden.

Leitungen anschließen
Bild von Phil and Pam

Die Frage, die sich hier in vielen Fällen stellt, lautet: Kann ich das eigentlich selbst übernehmen oder sollte ich lieber einen Fachmann zu Rate ziehen? Die Antwort auf diese Frage kann variieren, denn sicherlich kommt es hier vor allem darauf an, wie versiert man bezüglich solcher Arbeiten selber ist. Hat man noch nie eine Elektroinstallation vorgenommen, dann ist das selbstständige Anschließen aller Leitungen im neuen Haus sicher keine allzu kluge Lösung. Für diejenigen, die sich aber damit auskennen, kann es eine Aufgabe sein, die nicht unüberwindbar ist und Kosten für Handwerker einspart. Vorsicht sollte jedoch zu jeder Zeit geboten sein, denn selbst wenn man Ahnung von der Sache hat, kann ein falscher Handgriff einen lebensgefährlichen Stromschlag auslösen, wenn man nicht aufpasst. Deshalb gilt als oberste Regel: Immer erst den Stromkreis spannungsfrei schalten, an dem gearbeitet werden soll. Wer sich ganz sicher sein will, sollte dies vor Beginn der Arbeit zusätzlich mit einem zuverlässigen Messgerät kontrollieren, denn Stromunfälle können leicht mit schweren gesundheitlichen Folgen wie Herzstillstand, Herzkammerflimmern oder Atemlähmung zu Ende gehen, was mitunter auch den Tod des Betroffenen zur Folge haben kann. Deshalb lieber doppelt nachprüfen, ob alle Vorsichtsmaßnahmen, die nötig sind, getroffen wurden.

Schützen können uns aber im Haushalt vor Unfällen mit elektrischem Strom auch bestimmte Schalter, so genannte Schutzschalter. Diese sind im Handel und online erhältlich und sorgen dafür, dass elektrische Stromkreise abgeschaltet werden, wenn bestimmte Strom- oder Spannungswerte überschritten werden. Während Sicherungen auch als eine Art Sicherheitsschalter dienen, schützen sie aber eigentlich nur die Leitungen an sich. Wir Menschen sind in ihrem Schutzprogramm sozusagen nicht eingerechnet, weshalb sie uns nicht viel bringen.

Für den Schutz von Menschen gibt es entsprechende Fehlerstromschutzschalter (kurz FI-Schalter), die gefährlich hohe Fehlerströme gegen Erde verhindern und so das Risiko eindämmen, dass wir einem lebensgefährlichen Stromunfall zum Opfer fallen. Mehr darüber gibt es hier zu lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter. Sie sorgen dafür, dass der Strom gar nicht erst den menschlichen Körper durchläuft, oder zumindest nur für eine minimale Zeitdauer oder in abgeschwächtem Maße, denn bei Stromunfällen kommt es oftmals auch auf das Maß der Spannung und der Stromsträrke oder die Länge der Zeit an, die der Strom durch den Körper eines Menschen fließt. Vorher sollte man sich also dringend darüber informieren, ob das neue Zuhause über entsprechende Schutzvorrichtungen verfügt, damit auch wirklich nichts passieren kann.

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