Endlich soll die Einfahrt gepflastert werden, als Eigenleistung, wie schon im Artikel davor geschrieben wurde.

Wir möchten die Einfahrt nicht nur für PKW befahrbar machen, sondern auch für LKW, wenn etwas geliefert werden soll. Die Belastbarkeit einer Einfahrt beeinflussen im Wesentlichen folgende Faktoren:

  • Stärke und Aufbau der Tragschicht
  • Belastungsklasse der Entwässerungsrinnen (z.B. die Klasse C250 wäre in Parkplatzbereichen  für 7,5t LKW geeignet
  • Stärke der Bordsteines und seines Unterbau
  • Stärke des Pflastersteines
  • Art der Pflasterverlegung

Tragschicht

Platz für Betonfundament für Bordstein

Platz für Betonfundament für Bordstein

Die Tragschicht hatten wir schon vor 2 Jahren machen lassen: ca. 40 cm verdichtetes Mineralbeton. Leider kam, unerwartet für uns, noch 3-4m³ Mineralbeton darauf. Die Firma die uns die Betonaußentreppe gebaut hat, kippte die Menge aus und verteilte  sie über die Einfahrtfläche. Ich wusste damals noch nicht wie hoch die Oberkante sein wird. Nachdem genauen Abmessen und Planen, stellte es sich heraus, dass an manchen Stellen 3-4cm Mineralbeton weg muss.

Übrigens, beim Abmessen habe ich ein paar Werkzeuge richtig vermisst – ein Laser-Nivelliergerät mit Neigung und ein Laser-Entfernungsmesser wären sehr hilfreich. Die Fläche der Einfahrt muss in 2 Richtungen Gefälle aufweisen (zur Strasse und entlang der Strasse), deshalb kostete es mir viel zeit die Höhe der Tragschicht durchzumessen. Auch ein einfaches Linien-Laser zur Projektion waagerechter und senkrechter Linien, wie hier zu finden, würde das Planieren erleichtern. Man kann alle diese Werkzeuge mit einer Schnur und einer Wasserwaage ersetzen, was ich auch getan habe, es dauert aber viel länger und kann bei komplizierten Flächen zu Fehlern führen.

 Entwässerungsrinne und Bordstein

Entwässerungsrinne angeschloßen an die Revisionsschacht

Entwässerungsrinne angeschloßen an die Revisionsschacht

Lieferbeton angeliefert

Lieferbeton angeliefert

Bordstein und Entwässerungsrinne einbetoniert

Bordstein und Entwässerungsrinne einbetoniert

Das Setzen von dem Bordstein und der Ablaufsrinne hat mir am meisten Zeit gekostet. Dafür haben wir einen 8m langen Graben (ca. 0.4 x 0.4 Meter) baggern lassen und 1m³ Lieferbeton bestellt. Um die Menge verarbeiten zu können, habe ich beim Bestellen von Beton die 2-stündigeVerzögerung (wann die Härtung anfängt) angegeben.

Beim Anschluss der Rinne, um das Bohren des Revisionsschachtes zu vermeiden, habe ich das  Rinnenrohr an den anderen schon an den Schacht angeschlossenen Rohr mit einem Y-Stück angebunden.

Die Höhe der Bordsteinkante bestimmt die Straßenhöhe. Da das Straßenstück bei uns noch nicht befestigt ist, hatte ich keine „feste“ Vorgabe. Die Kante des Bordsteins setzte ich um 1cm höher als die zukünftige Oberkante des Pflasters, damit das Wasser von der Einfahrt nicht auf die Straße fliest, sondern in die Rinne. Unsere Baugenehmigung forderte es so.

 

Revisionsschacht auf die richtige Höhe bringen

Aufstocken der Revisionsschacht mit Betonringe

Aufstocken der Revisionsschacht mit Betonringe

Einfahrt vorbereitet zum Pflastern

Einfahrt vorbereitet zum Pflastern

Der Revisionsschacht muss nach dem Pflastern, in der Regel, zugänglich bleiben. Deshalb muss sie oft mit Hilfe von Betonringen auf die richtige Höhe (Oberkante des Pflasters) gebracht werden. Die Betonringe habe ich bei Baywa in unterschiedlichsten Höhen gefunden – 4,6,8,10 etc. cm. Die Zusatzringe setzt man auf Mauermörtel um das Eindringen von Schmutz oder Ungeziefer in den Schacht zu vermeiden.

Jetzt ist die Einfahrt zum Pflastern vorbereitet!

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