VideoueberwachungVor dem Urlaub hatte ich vor, Überwachungskameras an unserem Haus zu installieren, zumindest an 2 Seiten. Leider hat es nicht geklappt. Es ist nicht so, dass ich ein Einbruch für lohnend bezeichnen würde, trotzdem, wenn die Investition sich in Rahmen hält, mache ich diese fürs reines Gewissen. Deshalb überlege ich jetzt Was ich am besten anschaffen soll.

Zum einen, die wichtigen funktionale Anforderungen:

  • wetterfest, daher Schutzart IP66
  • 230V (es gibt welche mit 12V)
  • HD Auflösung
  • Reichweite – 20-25m (Tag und Nachts)
  • mit Nachtsichtfunktion (die Anzahl von LEDs spielt dabei anscheinend eine große Rolle)
  • Blickwinkel – 90-100° soll reichen, ohne Motoren, nur zum manuellen Einstellen

Weiter geht es mit der Bildübertragung und dem Speichern von Fotos und Videos. Das ist ein spannendes Thema. Wählt man eine W-LAN Kamera, geht man die Gefahr ein, die Verbindung ab und zu abbricht. Da ich manchmal meinen Router oder meinen Repeater wegen dem fehlenden W-LAN neu starten muss, kommen für mich W-LAN Überwachungskameras nicht in Frage.

Es bleibt eine Ethernetkamera die auf ein NAS oder PC speichert. Wegen möglichen Internetstörungen und dem fehlenden Vertrauen an die Sicherheit der Clouddienste, würde ich auf keinen Fall in eine Cloud speichern und ein NAS bevorzugen. Ein PC sollte nicht ununterbrochen laufen (wiederum wegen „Internetgefahren“). Allerdings steht dann das Speichermedium Zuhause und kann von Einbrecher mitgenommen werden… Apropos, man sollte sich nicht nur auf Kameras verlassen, hier eine frische Übersicht von Einbruchschutzmassnahmen.

Eine Videoübertragung, aus Internet zugänglich gemacht, ist meines Erachtens nicht empfehlenswert. Auch Passwortgeschützt, locken Kameras Unmengen von Hacker-Anfänger und automatischen „Bots“ die versuchen, alle möglichen Passwörter auszuprobieren. Wenn dies auch nicht gelingt, erzeugt es eine massive Last auf dem Gerät und ist nichts Anderes  als einen DoS (Denial-of-Service) Angrif. Da kommt man eher an die eigene Kamera nicht mehr ran. Dazu kommen noch „lustige“ Service-Backdoors und blöde Fehler, die einige Hersteller immer wieder in die Welt setzen. Alles was im Internet sichtbar ist, kann ohne Probleme gefunden werden und muss rund um die Uhr überwacht werden. Und das Überwachen von Überwachungskamera steht nicht auf meiner Agenda.

Besonders interessant und wichtig scheint mir auch die E-Mail-Alarm Funktion zu sein – das Verschicken von Fotos beim Auslösen von Bewegungsmeldern. Sollte ein Hase es sich auf dem Grundstück bequem machen, weiss man auch im Urlaub davon. Allerdings würde es nur stören, Mails mit Bildern von Wind bewegten Ästen zu löschen. Spam hat man heutzutage genug, den braucht man sich nicht selber zu schicken. Um das zu vermeiden, lässt sich anscheinend die Empfindlichkeit der Bildbereiche unterschiedlich konfigurieren. Manche Bildbereiche kann man sogar ganz ausblenden. Das wäre nützlich wenn ein Stück von Nachbargrundstück im Bild ist.

Jetzt muss man nur noch die richtigen Kameras gefunden werden! 🙂