Feb
12

Seitdem März 2012 ist der Verbrauch unserer Luftwärmepumpe deutlich gesunken, um 100 bis 200 KWh pro Monat, je nach Jahreszeit und Außentemperatur. Es ist schwer zu sagen, ob es an dem Außenputz liegt (gemacht im März 2012) oder an Nachtabsenkung oder einfach wegen verringerte Feuchtigkeit (sprich das Haus “getrocknet”).
Zum Vergleich:

  • Dezember 2011 plus Januar 2012 – 1897KWh (Durchschnittstemperatur – 3,8° im Dezember und 1.8° im Januar)
  • Dezember 2012 plus Januar 2013 – 1707KWh (Durchschnittstemperatur – 1,7° im Dezember und 0.7° im Januar)

Obwohl die Außentemperatur viel niedriger ist, ist der Verbrauch kleiner.

Nun gibt es aber eine negative Seite – die “Fokusima-Steuer”. Die Strompreise für Luftwärmepumpen sind bei uns um knapp 15% gestiegen… Und die Erhöhung deckt leider den Rückgang des Stromverbrauchs komplett. Z.B. mussten wir für den Januar 2012 178€ zahlen, für den Januar 2013 – 194€… Obwohl die Pumpe 120KWh weniger verbraucht hat.

Die Zusammensetzung von Strompreisen – http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis.

Es mag sein, dass die Politik was Gutes beabsichtigt. Warum sollen aber die Maßnahmen genau da einschlagen, wo die “Investition in Zukunft” schon ohnehin gemacht wurde? Die Luftwärmepumpen waren doch die moderne Art der Heizung, die bei Installation um ein Drittel teuerer sind als eine Gasheizung inkl. Solar… Wenn man über niedrigere Tarife für Industriekunden auf Kosten von Privatverbraucher hört (obwohl man die Maßnahmen versteht), oder über Dutzend neue Atomkraftwerke in Indien liest, fühlt man sich zu Unrecht benachteiligt. Mit dem Bangen um das Kyoto-Protokoll können nicht mal Ultraoptimisten zufriedengestellt werden (der Zuwachs von CO²-Emission in USA deckt von weitem die Ersparnisse vom Deutschland, siehe hier). Jetzt müssen Privathaushalte für die Versäumnisse der Politik einspringen. Man denkt – ok, Deutschland macht das, was in eigener Hand liegt. Aber, gleichzeitig, wenn es im Norden des Landes windig ist, müssen die Gaskraftwerke im Süden gestartet werden, um die Differenzen im Stromnetz abzufangen. Zählt die nicht-erneuerbare fossile Energie auch nicht zu den “Bösen”? Oder sind wir übereifrig bei den Diskussionen über “Flugzeugabstürzen auf einen Atomkraftwerk” und den darauffolgenden Beschlüssen? Ich wünschte mir mehr Klarheit bei der Strategie und Förderungsmassnahmen. Einfach “Zeichen setzen” ist zu wenig für das Geld.

Abhaengigkeit: Aussentemperatur - Stromverbrauch der Luftwärmepumpe

Abhaengigkeit: Aussentemperatur – Stromverbrauch der Luftwärmepumpe

Dez
13

Umwälzpumpe Grundfos Alpha2

Umwälzpumpe Grundfos Alpha2

Man lernt immer wieder was Neues beim Bau ;) Mit den kälteren Temperaturen im Dezember haben wir bemerkt dass die Fußbodenheizung im Obergeschoss sich viel “passiver” anfühlt als im Erdgeschoss oder im Keller. Eine Erhöhung der Heizkurve der Luftwärmepumpe hat eine Wirkung wiederum nur in den unteren Geschossen gezeigt aber nicht im Obergeschoss. Der Boden in Kinderzimmer war einfach kalt.

Nach 2-3 Tagen Überlegungen (es hat doch im letzten Winter gut funktioniert…) konnte ich mich erinnern, dass ich im Frühjahr 2012 die Leistung der Umwälzpumpe auf “automatisch” umgestellt habe, nach Rücksprache mit meinem Heizungsbauer…

Wir haben die Umwälzpumpe Grundfos Alpha2, die die Intelligenz besitzen soll die nötige Leistung selber zu ermitteln. Der Heizungsbauer hat aber damals vergessen diese auf “AutoAdapt” Modus umzustellen und sie lief 10 Monaten nach dem Umzug mit der maximalen Leistung 45W. Die Leistung, die Umwälzpumpe auf dem Display in AutoAdapt Modus zeigte, war 5-10W.  Das Zurückstellen von AutoAdapt auf 45W hat das Problem sofort gelöst.

Die offene Frage – warum funzt AutoAdapt nicht? Nach Recherchen im Internet hat sich herausgestellt dass die Funktion NUR dann zuverlässig tickt, wenn die Fußbodenheizung (gilt auch für Radiatoren) hydraulisch abgeglichen ist (s. hier). Der Abgleich wurde an unseren FBH nicht durchgeführt.

Es gibt sehr viele Faktoren die die Wirkung der Heizung in einzelnen Zimmer beeinflussen: Heizungsart, Bodenbelag, eingestellte Zimmertemperatur, Sonne etc. Deshalb soll der Abgleich dann gemacht werden, wenn die Innenausbau abgeschlossen ist. Laut einer Abschätzung  aus Internet soll das Ersparnispotential von Heizkosten durch einen hydraulischen Abgleich bis zu 10% betragen, was bei den aktuellen Strompreiserhöhung ab 2013 sofort > 100€/Jahr bringen würde.

Es gibt sicher wissenschaftlichere Methoden als diese, die mir vom Heizungsbauer empfohlen wurde: die Vorlaufventile am Heizungsverteiler so zuzudrehen (separat für jedes Zimmer), dass die gewünschte Verteilung des Druckverlustes erreicht ist. „Gemessen“ soll alles nach Gefühl – einstellen, warten, prüfen ob die Zimmertemperatur passt. Man braucht zwar keine Geräte  für die Methode, ich zweifele aber an deren Genauigkeit…

Vorgestern drehte ich die Ventile zu, im Keller mehr, im Erdgeschoß weniger. Im Obergeschoss sind sie komplett offen. Die Leistung der Umwälzpumpe auf 30W gesenkt. Gestern konnte man schon spüren, dass Bodentemperatur im Keller gesunken war, im Obergeschoß keine Änderung gegenüber von 45W Umwälzpumpenleistung. Nächste Tage werde ich die Leistung weiter senken. Das Ziel ist den AutoAdapt Modus durch die korrekten Einstellungen von Druckverlust zu ermöglichen.

Sep
28

Ganz zufrieden mit der “künstlichen Intelligenz” meiner Heizung bin ich nicht:  die bei uns eingestellte Regelung über Außentemperatur führt dazu, dass es im Frühling und Herbst überwiegend nachts geheizt ist. Der Temperaturunterschied Nacht-Tag draußen ist 5-15° (gerade: nachts – 3°, tagsüber – 17°). Das Heizen nachts, auf die Art und Weise wie Luftwärmepumpen bieten, ist ineffizient, hier zählt jeder kleinste Unterschied zwischen Lufttemperatur draußen  (s. früheren Artikel Luftwärmepumpe).

Wunschverhalten – die LWWP muss so eingestellt werden, dass es überwiegend tagsüber geheizt wird und die Temperatur in Räumen über “normale” Termostaten mit Stellmotoren geregelt werden kann. Immerhin, haben wir ca. 1,5K€ in die Sensoren investiert. Nachhinein weiß ich dass es eigentlich nicht unbedingt nötig war. Leider konnte mir damals mein Heizungsinstallateur den Rat nicht geben. Er war fest überzeugt dass die Raumregelung wichtig ist.
Einstellungsmöglichkeiten – 3 Regelungen vorhanden:

  1. Regelung über Außentemperatur – je nach Temperatur draußen wird Solltemperatur der Rücklauf gerechnet.
  2. Regelung über Raumtemperatur  – erfordert einen extra Termostat (den wir nicht haben) in einem Raum.
  3. Festwert – Rücklauftemperatur wird überwacht

Weitere Einstellungsmöglichkeiten:

  • Zeitliche Absenkung der Leistung um 0-19K für bestimmte Stunden und Tage
  • Zeitliche Anhebung der Leistung um 0-19K für bestimmte Stunden und Tage
  • Sperrzeiten für Heizung oder Warmwasser

Die Regelung der Luftwärmepumpe über Außentemperatur sollte eigentlich keine momentane Temperatur berücksichtigen, sondern eine Durchschnittstemperatur für 24 Stunden. Danach die nötige Dauer des Heizens ausrechnen und an den effizientesten Zeiten (z.B. 11:00 – 18:00) heizen. Das Haus ist ausreichend gedämmt, um eine Nacht ohne Heizen zu überstehen.

28.09.2012 Der Experiment “Tuning der Effizienz der Luftwärmepumpe” beginnt

Die Heizung ist auf Festwert gestellt – 23° Rücklaufsolltemperatur

Hysterese – 2.0K (Ein,-und Aus bei 21° und 25°)

Die Raumtermostaten sind auf 22-24° gestellt.

Warmwasseraufbereitung:  Sperrzeit: 0:00 – 4:00, Mo-Fr zusätzlich 6:00-13:00.

Laufzeit Heizung: 4927 Stunden (ähm… durchschnittlich 10 Stunden am Tag… hier stimmt was nicht, wir heizen erst seit 16 Monaten. Vielleicht zählt er in Stunden, ohne Minuten zu kennen?)

Laufzeit Warmwasseraufbereitung: 186 Stunden (= 0,5 St/Tag – nicht schlecht, wenn der Wert stimmt)

01.10.2012, Erste Korrekturen

Das Ziel ist die nächtlichen Bemühungen der Luftwärmepumpe abzubremsen. Die Statistik die letzten 3 Tage – 66% nachts geheizt. Es ist eher ein Zufall (nur 3 Tage, Tagsüber deutlich wärmer), trotzdem möchte ich die Zufälle minimieren. Die Idee ist einfach – die Zeitlichen Absenkungen und Anhebungen nutzen.

Absenkung der Leistung 0:00 – 10:00 um 1K (meist kälteste Tageszeit)

Anhebung der Leistung 13:00 – 18:00 um 1K (meist wärmste Tageszeit)

So sollte die Heizung nachts nur dann losgehen, wenn es wirklich nötig ist.

Laufzeit Heizung:  4959 St.

Laufzeit Warmwasseraufbereitung: 188 St.

12.10.2012 – Erhöhung der Rücklaufsolltemperatur

Die Temperatur draußen sinkt, das merkt man auch im Haus. Die Temperatur ist unter 21° gegangen, was für die Kinder die am Boden spielen unseres Erachtens zu wenig ist.

Deshalb erhöhte ich Rücklaufsolltemperatur auf 24°.

Der Anteil von Nachtstrom im Gesamtverbrauch liegt jetzt bei ungefähr 42% (im Oktober 2011 – 62%).

Durchschnittlicher Verbrauch pro Tag seit der Umstellung am 28.09.12: 6,5KWh (derselbe Zeitraum 2011 – 9,5KWh)

15.10.2012 – Umstellen auf die Regelung über Außentemperatur

Die Regelung über einen Festwert musste ich abstellen. Der Grund (wie eigentlich erwartet) – die Schwankungen der Außentemperatur brauchen Anpassungen der Rücklaufsolltemperatur. Sonst springt die Raumtemperatur.

Jetzt ist wieder die Regelung über Außentemperatur aktiv. Die Absenkung bleibt wie gehabt.

Anhebung (13:00 – 18:00) um 2K Statt 1K.

22.10.2012 – Wochenbilanz (letzte 7 Tage, nach der Umstellung der Regelung)

Die Temperatur innen wieder stabiler, aber der Anteil des Nachstroms hat sich wieder erhöht. Die Nachtabsenkung (1K) und Tagsanhebung (2K) kompensiert die Heizkurve bei Temperaturunterschieden nur zum Teil. Bei der aktuell eingestellten Heizkurve ist tagsüber (ca. 14°) eine Rücklaufsolltemperatur 22° erforderlich, nachts (ca. 6°) – 25°. Es ergibt sich also eine Differenz 3°. D.h. zwischen 18:00 und 6:00 nächsten Tages kühlt sich das Haus um mehr als 3°.

Durchschnittlicher Verbrauch – 9,3KWh/Tag

Anteil von Nachtstrom im Gesamtverbrauch – 52% (genau in der Mitte, s. oben, 12.10.2012)

08.11.2012 – Heizkurve um 1K erhöht

Die letzte 2 Wochen sieht die Verteilung von Nachtstrom zum Gesamtverbrauch stabil – ca. 45%.  Wenn man noch dazurechnet, dass der Nebentarif auch an Wochenendtagen läuft, arbeitet die Pumpe nachts nicht mehr als 33%. Das Ergebnis von der Nachtabsenkung ist also positiv.

Da die Temperatur im Obergeschoß, u.a. in Kinderzimmern, auf 19°-20° gesunken ist, habe ich heute die Heizkurve um 1K erhöht. Damit es im Erstgeschoß nicht wärmer wird (ca.22°), habe ich die Raumtemperaturregler auf 22° runtergedreht. Bis jetzt waren sie praktisch nicht aktiv – immer offen.

14.12.2012 – aktuelle Verbrauch bei Minustemperaturen

Der aktuelle Verbrauch liegt bei ca. 30-35KWh/Tag, bei den Temperaturen draußen -2° bis -10°. Letzte Woche waren die Umstellungen an der Umwälpumpe und Heizungsverteilern vorgenommen, s. den Artikel.

Dimplex LIKI 14TE - Einstellungen der Luftwärmepumpe

Dimplex LIKI 14TE – Einstellungen der Luftwärmepumpe

Mai
28

Unsere Luftwärmepumpe von Dimplex ist seit einem Jahr im „Normalbetrieb“. Die Statistik des Verbrauchs in letzten 12 Monaten scheint mir mehr als zufriedenstellend zu sein.

Für die mittlerweile 5 köpfige Familie und mehr als 200m² beheizte Fläche haben wir weniger als 1100€ für Heizung und Warmwasser ausgegeben. Dabei muss man berücksichtigen, dass das Haus ohne Außenputz und ohne Dämmung an einer Kellerwand gestanden ist.

Wir merken auch eine positive Entwicklung in diesem Zeitraum, z.B. im Oktober 2011 hat das Heizungsgerät um ca. 100KWh(20%) mehr verbraucht als im April 2012, obwohl die Durchschnittstemperatur um 1.5° höher war. Wahrscheinlich liegt es zum Teil an der Umstellung der Sperrzeiten für Warmwasseraufbereitung (s. hier: Luftwärmepumpe Statistik 6 Monate) und Änderung der Heizkurve (die Regelung der Rücklauftemperatur erfolgt bei uns in Abhängigkeit von Außentemperatur). Die Heizkurve habe ich um 2K gegenüber von der früheren Einstellung gesenkt, ohne spürbare Auswirkungen auf Raumtemperatur.

Eine neue Idee die ich noch ausprobieren möchte – die Nachabschaltung. Da in der Nacht die Temperatur um ca. 5° sinkt, bietet sich die Energieeinsparungsmöglichkeit. Wenn die Heizung, sagen wir 2.00 bis 8.00 Uhr nicht läuft sollte keiner einen Unterschied merken. Mit Warmwasser ist es wegen Duschen morgens vielleicht doch spürbar (obwohl die 400 Liter Warmwasserspeicher nicht so schnell sich abkühlen sollte). Zum glück sind die 2 Kreise separat einstellbar, so kann man Warmwasseraufbereitung um 5.00 wieder einschalten.

Hier die Statistik des Stromverbrauchs unserer Luftwärmepumpe seit einem Jahr:

Monat Stromverbrauch (KWh) Durchschnittstemperatur, C° % zu Jahresverbrauch
Juni 2011 185 16,5 3%
Juli 2011 220 16 3,5%
August 2011 160 18 2,5%
September 2011 217 15 3,5%
Oktober 2011 500 9,5 8%
November 2011 805 4,5 13%
Dezember 2011 851 4 13,5%
Januar 2012 1046 2 16,5%
Februar 2012 1215 -2,5 19,5%
März 2012 533 7 8,5%
April 2012 392 8 6%
Mai 2012 115 14 2%

In Summe, Jahresverbrauch 06.2012-05.2012: 6.235KWh

Interessant war im Februar – eine Woche lang war die Temperatur nachts unter -20°C (bei weniger -20°C schaltet sich die Pumpe automatisch aus, damit das Gerät überlebt). Die Pumpe hat die Zeiten überstanden. Die Heizkosten lagen bei ca. 10€/Tag. Hauptsache – es war warm im Haus.

Abhängigkeit: Stromverbrauch der Luftwärmepumpe von Außentemperatur

Die empirische Grafik der Abhängigkeit des Stromverbrauchs der Luftwärmepumpe von Außentemperatur

Statistik Tiefsttemperatur (Nachts)
Statistik Höhscttemperatur

Noch eine Investition in die Luftwärmepumpe

Da das Ansaugfenster der Pumpe im Keller und unter der GOK platziert ist, musste ich noch einen Lichtschacht dafür montieren. Den Lichtschacht zusammen mit einem Aufstockelement und Montagesets haben wir wie beim letzten Mal beim bausep gekauft. Auch diesmal mussten wir die Ware umtauschen, wegen falsch bestellter Größe. Der Umtausch lief reibungslos, von bausep organisiert. Das Geld für den falschen Lichtschacht ist auch schon da.

Die Auswirkung der Lichtschacht auf die Effizienz der Pumpe wird sich zeigen. Da die Fläche der Ansaugkanal sich durch die Montage nicht verkleinert hat, hoffe ich auf keine Änderung der Effizienz.

Der Lichtschacht für die Luftwaermepumpe

Der Lichtschacht für die Luftwaermepumpe

Nov
01


Unsere Luftwärmepumpe ist seit 6 Monaten im Betrieb, es ist Zeit erste Bilanz zu ziehen.

Das Heizgerät ist vom Typ Dimplex LIKI 14 TE 11 KW, für Innenaufstellung. Nettopreis (nur für das Gerät, ohne Zubehör und Installation) – 11466,50€. Damit heizen wir, eine 4 köpfige Familie, 240m² Fläche, inkl. Kellerräume wegen Arbeitszimmer im Keller und fehlender Trennung zwischen Keller und EG.

Erfahrungen

Die Entscheidung für eine Luftwärmepumpe war erzwungen, wir haben keinen Gasanschluss, deshalb mussten wir zwischen Luftwärmepumpe oder Pelletsheizung wählen. Da die Pelletsheizung erheblich mehr Platz in Anspruch nimmt und die Preise noch weniger durchschaubar sind, hat die Pumpe ihren Platz in unserem Keller gefunden.

Für die, die noch keine Entscheidung getroffen haben, helfen vielleicht die kostenlose Kataloge und Planungsunterlagen, siehe hier.

Die Eckaufstellung der Luftwärmepumpe ist recht sparsam, nur ca. 2m² werden gebraucht. Die Luft wird von einer Hausseite angesaugt und kommt auf der anderen raus. Hier soll man aufpassen, dass keine Terrasse oder Spielplatz auf der Ausblasseite sich befindet. Wegen Luftzug (spürbar auch in 6 Meter Entfernung) und Lufttemperatur (gekühlt).

Bis jetzt sind wir mit der Funktionalität der Pumpe zufrieden – Warmwasser ist wie eingestellt 45° warm und die Innentemperatur ist konstant bei ca. 22°.  Die Pumpe ist im Erdgeschoss nicht zu hören.

Verbrauch der Luftwärmepumpe

Stromverbrauch der Luftwärmepumpe bleibt die spannende Frage. Die Statistiken der letzten 5 Monaten liegen vor: der Verbrauch, Tiefsttemperatur und Höchsttemperatur (danke an wetteronline.de).

Die Luftwärmepumpe ist so eingestellt, dass das Warmwasseraufbereitung (400 Liter Warmwasserspeicher) nur nachts stattfindet (22:00-05:00), zum Nebentarifpreisen (ca. 6% billiger). Die Heizung läuft in Abhängigkeit von Rücklauftemperatur in Bodenheizung ohne Sperrzeiten.

Lüftwaermepumpe Verbrauch

Luftwaermepumpe Verbrauch

Weitere Statistik Jahresverbrauch Juni 2011 – Mai 2012 hier.

Die Verteilung des Verbrauchs der Pumpe entspricht meinen Erwartungen – im Juli habe ich den Keller dazugenommen (zum Trocknen) und im August die Leistung gesenkt (weil die Feuchtigkeitswerte nach unten gegangen sind). Im Oktober ist die Temperatur draußen deutlich gesunken, gegenüber von Juni-Juli um 10°. Diese Änderung widerspiegelt sich im doppelten Stromverbrauch der Pumpe.

Tiefsttemperatur (Statistik 06-10.2011)

Tiefsttemperatur (Statistik 06-10.2011)

Höchsttemperatur (Statistik 06-10.2011)

Höchsttemperatur (Statistik 06-10.2011)

Die Recherchen im Internet ergaben, dass die 5 Monate, Juni-Oktober, ungefähr 13% des Jahresverbrauches haben. Beim Hochrechnen komme ich auf ca. 9500KWh/Jahr. Das bedeutet mit dem momentanen Luftwärmepumpen-Tarif von infra Fürth, unser lokaler Stromlieferant, ca. 1620€/Jahr.

infra Fürth Lüftwärmepumpe Tarif 2011, Nebenzeit und Hauptzeit

infra Fürth Luftwärmepumpe Tarif 2011, Nebenzeit und Hauptzeit

Übrigens, bei den Strommengen sollte man auf jeden Fall aktuelle Tarife prüfen, man kann schnell mehrere Hunderte Euro im Jahr sparen.

Offene Fragen

Wenn die Änderung von -10° eine Verdoppelung des Verbrauchs bedeutet und Nachtstrom nur 6% billiger ist, macht es immer noch Sinn die Sperre für Warmwasseraufbereitung einzuschalten? Die Tagestemperaturen sind immer, je nach Jahreszeit, 5-10° höher. Heißt es nicht, dass ich mit teurerem Strom um 14:00 viel mehr Wärme schaffe als mit billigerem um 23:00? Die Einstellung hat ein Vertreter von Dimplex gemacht, jetzt habe ich aber die Sperre ausgeschaltet. Schauen wir was effektiver ist.

Tuning der Einstellungen – der Experiment und die Ergebnisse in http://www.hausbaublog.com/luftwaermepumpe-einstellung/

Mai
23

Es sind 3,5 Wochen seit dem Verlegen des Estrichs vergangen. Und 5 Tage bis zum Umzug – die Zeit für Bodenbeläge ist gekommen. Damit auch die spannende Frage „ist die Restfeuchtigkeit im Estrich akzeptabel“ (ich vermute schon skeptische Blicke einiger Leser).

3 Wochen ruhte der Estrich bei ca. 18-24° Außentemperatur, mit dem Wetter hatten wir Glück gehabt – meist trocken und sonnig. Alle Fenster standen alle 3 Wochen Tag und Nacht gekippt.
Die vor 4 Tagen installierte Luftwärmepumpe gibt ihr Bestes und läuft momentan mit 42° Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung. Leider konnten wir das „Estrich trocknen“ Programm der Luftwärmepumpe wegen Zeitmangel nicht nutzen. Deshalb startete ich manuell mit 22° Rücklauftemperatur und erhöhte 3 Tage lang, in 2° Schritten, bis 31° (entspricht bei uns 42° Vorlauf).

Die „non-wissenschaftliche“ Methoden zum Ermitteln der Estrichrestfeuchtigkeit die ich ausprobiert habe:

  • das Ankleben einer Folie an Estrich. Die Ergebnisse vor dem Heizen des Estrichs – 2 Tage später kein Schwitzwasser unter der Folie. 2 Tage nach dem Heizen – ein paar Tropfen Schwitzwasser sind da.
  • das Elektrogerät (gekauft in Conrad, für 60€) sagt 0,9 % in OG und EG. Natürlich an der Oberfläche gerechnet. Im Keller ist der Wert – 1,1% (was im Vergleich zu Obergeschoßen plausibel erscheint). Die Werte sind OK, aber Fachleute in Foren warnen vor dieser Methode (sehr ungenau) und raten zu einer CM-Messung. Da der Fliesenleger ich selbst bin, und sowieso keine Wahl habe – die Böden müssen rein, werde ich mir die CM-Messung sparen und hoffen, dass weder Laminat- noch Fliesenbeläge zum Schaden kommen.

Der Plan jetzt: noch 2 Tage mit 42-45° vorheizen, danach in 2 Tage die Vorlauftemperatur auf 25° wieder senken. Und am Vorletzten Tag vor dem Umzug die Böden im EG und OG belegen. Den Keller lasse ich erstmal weiter trocknen. Besonders angesichts einer Panne während des Dichtheitsprüfung ( da war einiges an Wasser in die Bodenplatte und Dämmung reingelaufen) empfiehlt sich auf jeden Fall eine CM-Messung zur Überprüfung der Restfeuchtigkeit.

Apr
14

Wir gehen bis jetzt strikt nach dem Zeitplan. Die letzten zwei Wochen waren ziemlich turbulent. Elektroinstallation, Fenster, Vorwände bauen, Betonschlagen, Betonieren, Fensterinstallation, Trockenbau, Innenputz – wenn man gleich 3 Handwerkerfirmen auf der Baustelle hat, muss man viele kleinere Dinge erledigen um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Alles abends, ohne Urlaub zu nehmen. Einer braucht dringend eine Worwand, der Andere – ein Fundament, der Dritte beschwert sich über die Ersten zwei. Aber mit dem Ergebnis dieser Wochen bin ich zufrieden.

Fenster

Wir haben Fenster im Keller und OG, die EG Fenster werden morgen montiert. Zwei von unseren Fenstern bereiten Kopfschmerzen unserem Installateur – die Scheiben sind ca. 4m² groß und wiegen 160 kg (3-fache Verglasung). Aber die Rahmen sind installiert, so dass Verputzen möglich ist.

Trockenbau

Die am meisten für unseren Stucker relevanten Vorwände habe ich vor dem Verputzen gebaut. Mit den Metallprofilen und imprägnierten Gipskartonplatten von Knauf.

Vorwand aus Metallprofilen und Gipskartonplatten

Vorwand aus Metallprofilen und Gipskartonplatten

Betonarbeiten

Wer meint “kaputt machen ist einfacher als herstellen”, der hat nicht so viel mit Beton gearbeitet. Das Rausschlagen des falsch einbetonierten Luftkanals, hat mir richtig viel Kraft und Nerven gekostet. Nachhinein ist mir klar geworden – eine dafür geeignete Maschine zu mieten, wäre richtig.

Die Bilder zu der “destruktiven” Betonarbeit (Vorgeschichte – hier “zubetonierter Kanal für Dunstabzug“). Ich hoffe, dass Statik wird es vertragen können…

Betonschneiden - Rausholen vom einbetonierten Luftkanal

Betonschneiden - Rausholen vom einbetonierten Luftkanal

Viel leichter und schneller ging es mit dem Fundament für die Luftwärmepumpe – eingeschalt, Korkdämmung verlegt (damit der Kontakt zu der Bodenplatte und der Kellerwand verringert wird, wegen Schall) und mit 0,15 m³ Fertigbeton befüllt.

Betonfundament mit Korkdämmung für die Luftwärmepumpe

Betonfundament mit Korkdämmung für die Luftwärmepumpe

Innenputz

Die Vorbereitungen für den Innenputz waren das Abmauern der Fussbodenheizungverteilerkästen und das Anbringen der Heraklithplatten (Mehrschichtplatte) an den Kamin. Das Verkleben von der Heraklithplatte war ein Alptraum, zumindest mit dem Kleber den ich im Baustoffhandel bekommen habe (20€ gekostet). Nach dem Auftragen von Kleber waren die Platten nicht mehr gerade und mussten vollflächig an die Wand gepresst werden. Schauen wir, ob es auch den Putz trägt.

Ausgleichen mit Heraklithplatten

Ausgleichen mit Heraklithplatten

Wand - unverputzt und verputzt

Wand - unverputzt und verputzt

Ummauern des Fussbodenheizungsverteilers fürs Verputzen

Abmauern des Fussbodenheizungsverteilers fürs Verputzen

Vorbereitung der Fenster fürs Verputzen

Vorbereitung der Fenster fürs Verputzen

Dez
11

Eine unangenehme Überraschung haben wir vor 2 Wochen erlebt – keine Gasanschluss Möglichkeit auf dem Grundstück. Mit dem Gasanschluss ist es richtig lustig gelaufen – der Grundstücksverkäufer behauptete der Gasanschluss wäre 10 vom Grundstück entfernt und keiner (weder wir noch der Generalübernehmer) haben das beim Planen geprüft.

Alternative Heizungsarten die jetzt zum Auswahl kämen sind Luftwärmepumpe und Pelletsheizung.

1. Luftwärmepumpe

Für eine Luftwärmepumpe sprechen einfachere Installation und keine Notwendigkeit in einem Pelletslager-Raum. Es ist auch möglich eine Luftwärmepumpe zum Kühlen im Sommer verwenden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man mit einer Luftwärmepumpe gegenüber anderen Heizungssystemen sparen. Geringere Wartungskosten (ca. 150€Jahr) ist auch ein Pro-Argument.

Die Nachteile:

  • eine Luftwärmepumpe läuft effizient nur bis ca. 0°, danach heizt man zunehmend mit Strom. Ab -7° wird es richtig teuer. Eine Abhilfe wäre ein Holzofen als eine Alternative für die kälteren Tage. Das kostet aber wieder Geld und benötigt Platz für Holz Vorrat. Für eine Solewärmepumpe, die viel effizienter wäre, ist das Grundstück zu klein, die Erdkollektoren brauchen ca. 300m², unbepflanzt.
  • Bei -25° schaltet das Gerät automatisch ab. Die Statistik sagt, dass in den letzten 20 Jahren gab es nur 10 Tage wo es -20° war. Aber im Jahr 2010, im Fernsehen, hörte man auch oft  “ich habe so ein Winter noch nicht erlebt”.
  • Geräuschbelästigung, bis 52 dB.  Uns wurde eine Luftwärmepumpe zur Innenaufstellung angeboten, ich kann nicht abschätzen ob wir das Gerät im Keller im Erdgeschoß hören werden.
  • Gewisses Risiko bringt natürlich auch die Dämmung des Hauses. Die Luftwärmepumpe ist eher für sehr gut gedämmten Neubau geplant. Ich denke auch an den leider nicht geplanten Blower-Door-Test. Diesen müssen wir auf jeden Fall machen.

2. Pelletsheizung.

Die Heizung hat in meinen Augen nur einen Vorteil – Effizienz und Betrieb unabhängig vom Wetter.

Nachteile: wir müssen einen Raum im Keller für das Pelletslager umplanen und, auch wichtig, Pellets werden immer teuerer. Deshalb habe ich die Option gar nicht weiter untersucht.

Die beiden Heizungsarten sind mir irgendwie fremd… Beruhigende Wörter der Vertreter sind nicht mit persönlichen Erfahrungen gesichert. Leider kenne ich keinen der eine Luftwärmepumpe oder Pelletsheizung hat. Eine Entscheidung müssen wir aber schnell treffen.

Auch die Ölheizung kann man in Betracht ziehen, aber da sieht die Entwicklung der Heizölpreise nicht besonders berauschend.

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