Garage oder Carport? Die Frage stellt sich uns seit langem.
In unserem Bauantrag haben wir eine Garage geplant. Sie steht auch in der Baugenehmigung. Wir dachten, dass die Garage, betoniert zusammen mit dem Keller, uns ca. 15K€ kosten wird. Plus Garagentore und die Geländer oben. So ist es aber nicht geworden, unser Generalübernehmer hat damals was anderes bei der Baufirma beantragt als geplant. (Zu den Gründen schreibe ich lieber Nichts.) Jetzt haben wir ein paar Angebote für Garagenrohbau, die ich, alleine aus Prinzip, nicht annehmen würde. Die Kosten gleichen sich den Kosten unseres Kellers, der 3 Mal größer ist. Schauen wir wie lange es mit dem Bauboom geht und ob sich die Angebote ändern.
Aber Sonne, Regen, Fensterkratzen und Vögel machen das Warten auf “Vernunft” von Baufirmen schwerer. Eine kostengünstigere Alternative wäre ein Carport (es wäre ein “Anlehncarport”, hier gelesen http://bauer-holz.at/carport-holz), genau so groß wie Garage. Zusammen mit der teueren Hangsicherung (wie man auf dem Bild sieht, muss die rechte Seite befestigt werden) würde ein Carport uns nur ein Drittel kosten. Man könnte auch die Hangsicherung so machen, dass sie später als eine Garagenwand verwendet werden kann. In dem Fall wäre es möglich später den Carport durch eine Garage ersetzen und die Garage auch selber Mauern (die Betonarbeiten gehören nicht zu meinen Hobbys).
Also, ein Carport ist eine viel günstigere Alternative! Sie hat aber folgende Nachteile:
- Ein (begehbarer) Rasen auf dem Dach wird wohl nicht möglich sein. Es sind ca. 40m² Fläche.
- Ein Carport kann man nicht als Stauraum benutzen. Reifen, Fahrräder, Bobbycars, Ski etc. müssen im Keller überwintern.
- Kinder (incl. Nachbarkinder) können immer noch zwischen Autos Fußball spielen.
Die Frage ist nur: “was ist mir das Ganze Wert”? Die Differenz liegt im 5-stelligen bereich.
Ich habe mit dem SketchUp die beiden Alternativen gezeichnet, beide sehen OK aus.

So würde eine Doppelgarage aussehen

Ein Carport für 2 Autos
Um sich beim Hausbau vor einem großen finanziellen Unglück zu schützen, ist eine Bauherrenversicherung nötig. Die wichtigsten Bestandteile der Bauherrenversicherung sind die Bauherrenhaftpflichtversicherung und die Bauleistungsversicherung. Verletzt sich auf der Baustelle eine Person (beispielsweise Passanten, Besucher oder spielende Kinder) oder beschädigt ein Bauteil ein fahrendes oder parkendes Fahrzeug, so kommt die Bauherrenhaftpflichtversicherung auf. Bis zu welcher Höhe die Versicherung Schadensersatz leistet, bestimmt die vereinbarte Versicherungssumme. Die Bauleistungsversicherung springt ein bei Schäden am entstehenden Gebäude. Versichert sind unter anderem Schäden durch Hochwasser, Sturm und Vandalismus.
Eine wichtige Zusatzversicherung ist die Feuerrohbauversicherung. Diese kommt auf bei Brand, Blitzschlag und Explosion am entstehenden Haus und an den Baustoffen auf dem Baugelände. Voraussetzung hierfür ist im Normalfall eine Brandversicherung. Diese leistet auch bei Folgeschäden durch Rauch, Ruß und Löschen.
Sobald das Haus fertig gestellt ist, sollte man unbedingt eine Gebäudeversicherung abschließen. Brand, Leitungswasser oder Unwetter verursachen häufig Totalschäden, für die nur eine Gebäudeversicherung aufkommen kann. Gerade durch Feuer und Wasser entstehen häufig Schäden an Gebäuden. Daher sind die Feuerversicherung und die Leitungswasserversicherung besonders wichtige Elemente der Gebäudeversicherung.
Die Kosten dieser Versicherungen stehen in Zusammenhang mit der Versicherungssumme, der Region und den eingeschlossenen Leistungen. Die einzelnen Leistungen der Versicherer können enorm variieren. Daher ist es ratsam sich ausgiebig zu informieren und einen Versicherungsvergleich online durchzuführen.
Gestern war die Perimeterdämmung (DOW Roofmate SL-A Perimeter Dämmplatte) angebracht.
Hier die Werte:
Alles nach Vorschriften und Berechnungen, nehme ich an. Für beheizte Räume in Erdreich, wie das Arbeitszimmer bei uns, ziemlich dünn. Schauen wir wie es sich im Winter anfüllt und wie die Gasrechnung aussehen wird.
Eine Hälfte von Dämmplatten sind blau und die Anderen – grau… Zu den Blauen habe ich folgendes gefunden “Die blauen Dämmplatten werden in der Regel auf die abgedichtete Kelleraußenwand geklebt.” Zu den grauen habe ich gar nichts gefunden. Aber vielleicht waren diese auch mal blau aber die Farbe verloren… Keine Ahnung.
Heute war eine richtige Sauerei… Ich denke die ganze Nachbarschaft wartet jetzt auf einen Dauerregen. Fenster, Autos und Kinderzeug auf Spielplätzen müssen gewaschen werden. Da die Baugrube mit einem Lader nicht befahrbar ist, musste ein Förderband zum Einsatz kommen. Und das bedeutet – Brechsand-Dreck überall. Gleichmäßig über 50×50 m2 Fläche verteilt. Oh je. Ich warte lieber mit dem nächsten Besuch auch, bis es regnet.
Die Aktion hat uns ungeplanten 4.626€ gekostet. Plötzlich hieß es – das Lehm-Aushub ist zum Füllen nicht geeignet, da er sich zum einem nicht verdichten lässt (und “atmet” später), und, zum zweitem, versickerungstechnisch ganz schlecht ist. Zumindest konnten wir 1.000€ für Förderband sparen, mit Verweis auf den Bauvertrag wo auf die Hanglage des Grundstücks verwiesen ist. Aber im Prinzip, solange wir mit der Qualität bei Schuster Bau zufrieden sind, glauben wir an Empfehlungen gerne. Sie verdienen daran auch nichts – die Rechnungen werden direkt ans uns weitergeleitet.

Zweifarbige Perimeterdämmung

Brechsand 0/5

Platz für Humus

Aussichten vom Erdgeschoss (erstmal von der Kellerdecke) Richtung Fränkische Schweiz
Schon seit ein paar Wochen haben wir einen großen Fehler verstanden: der Zahlungsplan im unseren Bauvertrag entspricht nicht dem Baufortschritt. Es passiert schnell – man achtet beim Verhandeln auf kleinere Dinge wie Fenster und Türen und lässt den Zahlungsplan komplett außer Acht.
Solange alles gut läuft ist es nicht schlimm. Mit unserem Generalübernehmer habe ich bis jetzt keinen Grund große Angst von z.B. dessen Insolvenz zu haben. Unser Zahlungsplan ist nicht optimal, aber hält sich noch in Grenzen. Es gibt (laut Internet) viel drastischere Beispiele. Trotzdem bin ich irgendwie nicht glücklich wenn ich sehe, dass für 41% (>100.000€) der Hausbaukosten, wir nur einen Keller mit Betondecke haben. Noch nicht gedämmt.
Aber wenn’s ernst werden sollte:
- die Unternehmen haben meinst beschränkte Haftung (GmbH) und haften nur mit Gesellschaftsvermögen und das ist im 99% der Fällen viel zu wenig
- die Zusammenarbeit mit einem Bauunternehmen kann erheblich erschwert werden, durch die fehlende Ausgeglichenheit. Falls ein Unternehmen schon bei ersten Zahlungen die ganzen Gewinne verbucht, sinkt die Motivation
- Die Zahlungen sind nicht an Bauarbeiten gebunden, sondern an Ereignisse. Wie z.B. „Kellerdecke fertig“. H-m-m… Aber der Keller ist noch längst nicht fertig.
Also – passt auf bei Zahlungsplänen!
Seit Tagen beschäftigt mich das Thema Heizung und Co vs. Heizkosten – was ist sinnvoll?
Wir haben uns für eine zentrale Gasheizung entschieden. Folgendes könnte man noch überlegen:
- Solaranlage. OK, muss so oder so rein, nach EnEV 2009, aber wie groß?
- wir haben einen Kaminofen geplant (deshalb auch ein 2-zügige Kamin) – soll es ein wasserführender Kaminofen (Kaminofen mit Wärmetauscher) sein? Zusätzlich zu der Gasheizung? Kosten ca. 4000€ für Kamin plus ca. 2000€ Installationskosten. Brennholz ist meines Wissens einer der günstigsten Heizvarianten (ca. 4,3 ct/kWh im Januar 2010).
- zentrale Be- und Entlüftungsanlage (Kosten – etwa 7000-8000€)
Das Thema des wasserführenden Kaminofen sehe ich als abgehakt: um die Kosten für einen wasserführenden Kaminofen zurückzuholen (im Vergleich zu zentralen Gasheizung, ich nehme 5,3 ct/kWh ) muss man 30 Jahre, bei einem Bedarf 20000 kWh/Jahr, nur mit Kaminofen heizen um die Investition zu decken. Der Vergleich ist eher naiv, weil nur Preise für Gaz und Brennholz an sich verglichen werden. Ich habe gar nicht berücksichtigt dass auch ein Kaminofen ohne Wärmetauscher heizt. Ich denke das es genug ist um verstehen zu können dass Kaminofen Heizung als Zusatz zu der zentralen Gasheizung sich gar nicht lohnt.
Das Ersparnis durch eine zentrale Be- und Entlüftungsanlage zu berechnen ist leider nicht realistisch. Zu viele Faktoren spielen mit. Reichlich viele Diskussionen findet man in Foren. Ich glaube nicht dass die Kosten sich irgendwann decken. Aber 24 Stunden frische Luft ohne dafür Luften zu müssen ist schon ein Argument dafür.
Die Konfiguration von Heizung muss natürlich so früh entschieden werden, dass diese beim Bau noch berücksichtigt werden kann. Damit keine nachträgliche Umbaus stattfinden.
Das Studieren und Vergleichen der Baubeschreibungen gehört zu den täglichen Aufgaben eines neugebackenen Bauherrn.
Wir haben viele Baubeschreibungen angeschaut, darunter:
- solche wo alles mit „…nach DIN xxx“ geregelt ist. Leider muss man alle Normen kennen um diese verstehen zu können.
- solche wo alles gemütlich gehalten wird, wie „Es wird eine Treppe gebaut“. Zusammen mit einer glaubhaften Aussage eines Vertreters „Sie können dann natürlich das wählen was Ihnen gefällt. Wir machen alles individuell“. Aus den Fragen über die Aufpreise hat er sich geschickt rausgeredet.
- sehr Kundenorientierte: „So entsteht Ihr Traumhaus … bla-bla (so die nächste 47 Seiten)…“
Zum Glück sind nicht alle Baubeschreibungen gut. Das erleichtert die Aufgabe. Am Ende gab es 2 Baubeschreiungen die präzis genug waren und entsprachen unserer Vorstellung bezüglich Bauausführung des Hauses (ja nach 2-3 Wochen gewinnt man zumindest grobe Substanzvorstellung).
Zusätzlich ließen wir in die Baubeschreibung die geplanten Kosten für Innentüre (inkl. Keller), Haustüre und die Treppen reinschreiben und Poroton T10 statt Kalksandstein.
Erfahrung: es ist schwer die große Baufirmen (wie 1,2,3 Massivbau oder IBG) dazu zu bringen eine Preiskalkulation für angepasste Musterhäuser rauszugeben. Es wird immer „zuerst unterschrieben und dann mit dem Architekt gesprochen“. Das hat unsere Auswahl weiter verringert. Die Vorgehensweise scheint mir bei den Summen unakzeptabel zu sein. Die kleineren Bauträger arbeiten gerne an Angeboten auf Basis Kundenplänen (Grundrissen) und beraten schon am Anfang mit Bauleiter oder Architekten. Einen Preisunterschied zwischen kleinen und großen Baufirmen habe ich nicht bemerkt.