Es ist soweit, der letzte der “Vorbereitungsschritten” ist gemacht worden. Heute unterschrieben wir den Vertrag für das Bau unseres Hauses mit der Firma „Schmidt Wohnbau“ aus Heilsbronn.
In insgesamt ca. 4 Sitzungen konnten wir uns, auf Basis der Baubeschreibung und vorläufigen Plänen, in allen Hauptpunkten eine Einigung erzielen. Was bei dem Grundstück für uns wichtig war:
- die Firma übernimmt alle Risiken was die schmale und steile Anfahrt angeht.
- da für das Grundstück keinen Bebauungsplan vorliegt, haben wir uns im Vertrag ein Rücktrittrecht eingeräumt, für den theoretischen Fall, dass wir keine Baugenehmigung bekommen.
Das Wichtigste – das Haus muss am 31.12.2010 Bezugsfertig sein.
Nun liegt der Ball bei der Schmidt Wohnbau!
Hier ein paar Eckdaten zu dem Bauvorhaben:
- 2 Vollgeschoße, 12.5 x 8.5 Meter, Dach 22°, ohne Spitzboden im Dach
- es wird aus Poroton T10 gebaut
- vollunterkellert, lichte Kellerhöhe 2,51 m
- Fußbodenheizung in EG und OG
- Arbeitszimmer im Keller bekommt einen separaten Hauseingang und ein Fenster
- Doppelgarage
- Außentreppe zum Haus
- Vorbereitung für Sauna im Keller
Das Studieren und Vergleichen der Baubeschreibungen gehört zu den täglichen Aufgaben eines neugebackenen Bauherrn.
Wir haben viele Baubeschreibungen angeschaut, darunter:
- solche wo alles mit „…nach DIN xxx“ geregelt ist. Leider muss man alle Normen kennen um diese verstehen zu können.
- solche wo alles gemütlich gehalten wird, wie „Es wird eine Treppe gebaut“. Zusammen mit einer glaubhaften Aussage eines Vertreters „Sie können dann natürlich das wählen was Ihnen gefällt. Wir machen alles individuell“. Aus den Fragen über die Aufpreise hat er sich geschickt rausgeredet.
- sehr Kundenorientierte: „So entsteht Ihr Traumhaus … bla-bla (so die nächste 47 Seiten)…“
Zum Glück sind nicht alle Baubeschreibungen gut. Das erleichtert die Aufgabe. Am Ende gab es 2 Baubeschreiungen die präzis genug waren und entsprachen unserer Vorstellung bezüglich Bauausführung des Hauses (ja nach 2-3 Wochen gewinnt man zumindest grobe Substanzvorstellung).
Zusätzlich ließen wir in die Baubeschreibung die geplanten Kosten für Innentüre (inkl. Keller), Haustüre und die Treppen reinschreiben und Poroton T10 statt Kalksandstein.
Erfahrung: es ist schwer die große Baufirmen (wie 1,2,3 Massivbau oder IBG) dazu zu bringen eine Preiskalkulation für angepasste Musterhäuser rauszugeben. Es wird immer „zuerst unterschrieben und dann mit dem Architekt gesprochen“. Das hat unsere Auswahl weiter verringert. Die Vorgehensweise scheint mir bei den Summen unakzeptabel zu sein. Die kleineren Bauträger arbeiten gerne an Angeboten auf Basis Kundenplänen (Grundrissen) und beraten schon am Anfang mit Bauleiter oder Architekten. Einen Preisunterschied zwischen kleinen und großen Baufirmen habe ich nicht bemerkt.