Okt
10

Am Freitag wurde der Dachstuhl aufgesetzt. Das Aufbau der Konstruktion, Firstpfette, Fußpfetten, Sparren und Kehlbalken, hat nur 3 Stunden gedauert. Von Dachpappe keine Spur! Das entspricht dem Stand der Technik nicht… Eine Imprägnierung „gegen tierischen und pflanzlichen Befall“ (wie im Baubeschreibung steht) habe ich auch nicht bemerkt. Fehlt sie? Ich hoffe, dass ich beim Sachverständigen nächste Woche einen Termin bekomme und den Dachstuhl überprüfen lassen kann. Schon mit dem Rohbau konnte ich leider verstehen, was gut aussieht kann bautechnisch ganz falsch sein. Die Berichte des Sachverständigen werde ich später anhängen, zusammen mit den unternommenen Nachbesserungen.

Als Dachsteine müssen die “Frankfurter Pfanne Star Seidenmatt Kupfer” verlegt werden. Beim Dachausbau kommt später die erste Eigenleistung – das Verkleiden der offenen Dachschräge mit Gipskartonplatten.

Genau soviel Zeit haben wir mit den Mitarbeitern der Fensterbauerfirma (“Kipf & Sohn”) gebraucht um alle 22 Fenster abzumessen und Anschlagsrichtungen zu bestimmen. Da die Fenster nicht weiß sein werden, dauert die Herstellung 6-7 Wochen. Auf Kunststoffrahmen muss Fensterfolie angebracht werden. Von Echtholzfenster haben uns sehr viele Leute abgeraten, Pflegeaufwand sei doch zu groß.

Wie erwartet (und mehrmals Herrn Schmidt, Schmidt Wohnbau GmbH darauf hingewiesen), mit dem “Fenster” Termin am 30.10.2010 im Bauzeitplan wird wohl nichts, wie auch mit allen anderen Terminen… Ich verstehe es nicht warum man mit der Bestellung so lange warten musste. Eine Verspätung um einen Monat bedeutet, dass die Fenster erst Ende November eingebaut werden können, mit Auswirkung auf alle anderen Gewerken. Rechtzeitig kommen nur die Rechnungen.

Himmeldecke

Himmeldecke

Sparren

Sparren

Dachstuhl

Dachstuhl

Schlafzimmer

Schlafzimmer

Fürth

Fürth

Okt
05

In den letzten Tagen hatten wir viel zu tun (die Ergebnisse der Arbeit stehen noch nicht fest) – es kommt zu der befürchteten Bemusterung-Phase. Als Erstes kamen Bad (obwohl Herr Schmidt den Installateuren noch nicht genannt hat),  Fenster und Haustüren.

Besonders erlebnisreich waren die Besuche der Bad-Großhandel. In einem („Ginger & Funk“ in Wendelstein) wollte ein (sehr wichtiger) Mitarbeiter mit uns gar nicht sprechen, da er erst unseren Installateuren brauchte. Das kam mir am Anfang seltsam vor (immerhin, der Kunde bin ich), aber schon in dem zweiten Laden konnte ich verstehen, warum ein Klempner von großer Bedeutung ist.

In dem „Hoffmann“ in Nürnberg hat eine (wirklich gute) Beraterin uns ein Angebot vorbereitet, aber am Ende 50€ “Sicherheitsgeld” haben wollte… Da ich noch nie in meinem Leben ein Angebot weder bezahlt noch gegen Bezahlung gemacht habe, äußerte ich meine “Bedenken”. Sie meinte “wenn Sie uns Ihren Installateuren nennen, wissen wir gleich, ob er bei uns bestellt, oder bei einem Konkurrenten”. Es riecht schwer nach einem Doppelverdienst bei Klempner. Einmal zahlt Kunde, einmal Sanitär-Großhandel. Sonst wäre er doch nicht so „durchschaubar“.

“Ich bin Klempner von Beruf.
Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
(hier geht das Lied weiter)

Das dritte Haus war das „bescheidene“ “Richter & Frentzel”. Auf die Fragen wie “Warum kostet eine Duschwand doppelt so teuer wie eine Designer-Glaswand vom “Glas Schaler”? antwortete der Berater mit einer Empfehlung das Teil da zu kaufen: “Da werden Sie bessere Qualität für weniger Geld bekommen”. Herrlich!

Jetzt warten wir auf den Namen „unseres“ Klempners, damit wir an die Angebote kommen. Und auf die Summe die uns zu Verfügung steht (ja, so blöd waren wir, die Summe für Badausstattung steht nicht in Baubeschreibung… Für das Kapitel “Bau Erfahrungen”).

Zumindest haben wir eine klare Vorstellung (dank u.a. dem SketchUp) was und wie wir im Bad haben wollen.

Baddesign

Baddesign

Bad, Rohbau

Bad, Rohbau

Ringanker

Ringanker

Hausbau SketchUp

Hausbau SketchUp

Sep
19

Die Wände des Erdgeschosses stehen und sind für das einlegen der Decke vorbereitet.

Der vergessene Segmentbogen über dem Wohnzimmereingang wurde am Freitag korrigiert. Danke an Herrn Schmidt und Schuster Bau! An der Stelle läuft die Kommunikation gut.

Wo es mit der Kommunikation noch nicht klappt – Absprache der nächsten Schritte und Auswahl der Materialien dafür.

Am Montag soll die Decke gegossen werden und am Donnerstagabend kam die Frage über Anschluss der Dunstabzugshaube in der Küche. Zum Glück haben wir die Küche vor kurzem bestellt. Die Verkäuferin war nett und am Samstagvormittag den Installationsplan geschickt. Alle benötigten Teile (wie Flachkanal, Mauerkasten mit Flachanschluss und Umlenkstück) die in die Decke rein müssen, konnte ich im Baumarkt noch am Samstag kaufen. Noch muss ich die Teile rechtzeitig am Montag zur Baustelle fahren.

Aber das war knapp. Uns wurde nicht explizit gesagt “die Küchenplan brauchen wir da und da…” Ich befürchte die anderen Informationen, bzw. Fragen werden wir auch kurz vor der geplanten Ausführung bekommen. Z.B. Laut dem Bauzeitplan, Mitte Oktober, werden die Fenster eingebaut. Ich nehme an, diese müssen davor auch gefertigt und geliefert werden. Wir haben schon mehrmals angedeutet, dass wir mit Standardfenstern an manchen Stellen, wie Wohnzimmer, vielleicht nicht zufrieden werden. Die Antwort die kommt – „wir werden alles mit Fensterbauer besprechen“. Wann? Das muss früh genug passieren. Sonst werden wir, wegen Zeitmangel, an einen Fensterbauer gebunden und, unter Umständen, auf manche Extrawünsche verzichten müssen. Im Bauvertrag ist Folgendes zu finden: „Unschlüssigkeiten bei der Materialauswahl gelten als terminverlängernd“. Leider steht es niergendwo, wie viel Zeit den Bauherren zur Auswahl zu Verfügung steht. Nachhinein würde ich das gerne in die Baubeschreibung oder Bauvertrag eintragen können.

Die Entscheidung mit einem Generalübernehmer zu bauen, wird mit dem Gedanken getroffen “ich habe keine Erfahrung, ich brauche jemanden auf meiner Seite”. Mit einem schweren Fokus auf Kommunikation.

Korregierter Segmentbogen

Korregierter Segmentbogen

Vorbereitung für die Erdgeschossdecke

Vorbereitung für die Erdgeschossdecke

Gerüst für den Balkon

Gerüst für den Balkon

Aussichten Richtung Nürnberg: Altstadt und Fernsehturm

Aussichten Richtung Nürnberg: Altstadt, Fernsehturm und Nürnberger Versicherungsturm

Apr
06

Das Studieren und Vergleichen der Baubeschreibungen gehört zu den täglichen Aufgaben eines neugebackenen Bauherrn.

Wir haben viele Baubeschreibungen angeschaut, darunter:

  1. solche wo alles mit „…nach DIN xxx“ geregelt ist. Leider muss man alle Normen kennen um diese verstehen zu können.
  2. solche wo alles gemütlich gehalten wird, wie „Es wird eine Treppe gebaut“. Zusammen mit einer glaubhaften Aussage eines Vertreters „Sie können dann natürlich das wählen was Ihnen gefällt. Wir machen alles individuell“. Aus den Fragen über die Aufpreise hat er sich geschickt rausgeredet.
  3. sehr Kundenorientierte: „So entsteht Ihr Traumhaus … bla-bla (so die nächste 47 Seiten)…“

Zum Glück sind nicht alle Baubeschreibungen gut. Das erleichtert die Aufgabe. Am Ende gab es 2 Baubeschreiungen die präzis genug waren und entsprachen unserer Vorstellung bezüglich Bauausführung des Hauses (ja nach 2-3 Wochen gewinnt man zumindest grobe Substanzvorstellung).

Zusätzlich ließen wir in die Baubeschreibung die geplanten Kosten für Innentüre (inkl. Keller), Haustüre und die Treppen reinschreiben und Poroton T10 statt Kalksandstein.

Erfahrung: es ist schwer die große Baufirmen (wie 1,2,3 Massivbau oder IBG) dazu zu bringen eine Preiskalkulation für angepasste Musterhäuser rauszugeben. Es wird immer „zuerst unterschrieben und dann mit dem Architekt gesprochen“. Das hat unsere Auswahl weiter verringert. Die Vorgehensweise scheint mir bei den Summen unakzeptabel zu sein. Die kleineren Bauträger arbeiten gerne an Angeboten auf Basis Kundenplänen (Grundrissen) und beraten schon am Anfang mit Bauleiter oder Architekten. Einen Preisunterschied zwischen kleinen und großen Baufirmen habe ich nicht bemerkt.

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