Nov
26

Eigentlich sollten wir laut dem Zeitplan schon beim Innenputz und Trockenbau sein, sind aber immer noch bei der mühsamen Phase des Angebotsholens, von Elektriker, von Fensterbauer, von Heizungs,- und Sanitärfirmen.

Erstaunlich wie unzuverlässig das funktioniert – eine Woche wird zu 2 Monaten. Ein „ja“ zu „kein Interesse mehr wegen bla-bla“…

Ein spezielle Aspekt dabei steckt in dem Dreieck „Bauherr – Generalübernehmer – Handwerker“.

Zum Einen, wollen 75% aller Firmen nur mit „privaten“ Auftraggebern arbeiten. Warum? Ich nehme an, weil es nah zu risikofrei bzgl. Gewährleistung ist. In der Regel keine Kontrolle (wegen fehlenden Kenntnissen) und keine Erfahrung mit Beanstandungen von Mängeln machen die Privataufträge für Handwerker schmackhaft. Deshalb, die Frage eines Handwerkers „Bauen Sie selbst oder mit GÜGUArchitekt?“ hört sich ein wenig nach „Sind Sie ein Trottel?“ Wenn nicht – kein Interesse.

Zum Zweiten, keine Transparenz für Bauherr. Man wird zum Gespräch mit Handwerker bestellt, geht 2 Stunden lang mit einem Vertreter durch Baustelle und erfährt eine Woche später dass es doch mit der Firma nicht klappt. Warum? Das bleibt meistens unklar. Die Transparenz braucht man, besonders wenn’s beim Bau zum Steckbleiben kommt. Wer aber in „Bauwelt“ nach Transparenz fragt, wird im besten Fall nur schlaues Lächeln sehen.

Ich bekomme ständig ein Gefühl (vor allem bei Sanitärfirmen): da funktioniert das altes „Nachfrage-Angebot“ System gar nicht. Vielleicht wegen regionaler Spezifik? „Mein Kunde läuft zu meinem Konkurrenten, aber ein Kunde von meinem Konkurrenten läuft zu mir“.

Und zum aktuellen Stand der Dinge beim Bau:

  1. Heute mit einer neuen Heizungs,- und Sanitärfirma auf der Baustelle gewesen und warten jetzt auf das Angebot (für Heizung, Sanitär und kontrollierte Belüftung)
  2. Wir warten seit 3 Wochen nach dem Angebot von Elektriker (wenn man ihn fragt es ist immer “schon unterwegs”)
  3. Diese Woche (nach knapp 2 Monaten) ist das Angebot für Fenster und Haustüren angekommen. Der Vertreter hat damals alles “ganz schnell” versprochen…
Sep
06

Wenn man ein Haus baut gibt es viele Wege das zu tun und bekanntlich führen alle Wege nach Rom. Also kann man es eigentlich machen wie man es will, oder? Leider ist es nicht ganz so. Natürlich wird man es auf die eine oder andere Weise schaffen sein Haus zu bauen, aber manche Wege werden um sehr vieles steiniger sein als andere und wieder andere sind einfach nicht möglich. Man sollte also einen Weg wählen der erwiesener Maßen möglich ist und der einigermaßen leicht von der Hand geht. Im Grunde ist die oberste Maxime realistisch bleiben und nicht über seine Ressourcen hinaus zu planen. Sowohl die finanziellen als auch die Grenzen der eigenen Strapazierfähigkeit müssen eingehalten werden. Sonst kann das Haus bauen schnell zu einem riesen Desaster und zu einer unlösbaren Katastrophe werden. Also wie plant man richtig?

Wenn man sich über seine Grenzen und Ressourcen im Klaren ist, dann kann man entscheiden was möglich ist und was man sich leisten will. Um zu wissen was mit welchen Ressourcen möglich ist, sucht man sich am besten professionelle Hilfe durch einen Architekten oder einen erfahrenen Baumeister. Natürlich kann man sich Träume wie ein Haus am See oder einen riesigen Garten erfüllen, man muss nur richtig planen. So eine Planung benötigt viel Hilfe durch professionelle und Freunde aber auch große Motivation und Arbeitsbereitschaft und Kraft die man investieren will und muss. Wenn man solche Träume umsetzten will muss man zum Beispiel die Gartengestaltung genau planen und organisieren, dann entweder selbst machen oder wenn man es selbst nicht kann professionelle Gärtner damit beauftragen. Und selbst wenn man den Garten dann hat muss man beachten, dass so eine riesige Gartenfläche viele Arbeit und Liebe benötigt, für die man auch Zeit und Lust haben muss. Wie gesagt alles hängt von den eigenen Ressourcen und Grenzen ab.

Aug
08

Seit 3 Wochen gibt es nichts zu schreiben. Die Baugrube ist da, aber mit dem Rohbau wurde noch nicht angefangen. So wie es aussieht, haben wir den Verzug beim Hausbau dem Bauboom 2010 zu verdanken. Wegen dem langen Winter und niedrigerem Finanzierungszins ist das Baujahr intensiver und kürzer geworden.

Ich möchte keine negative Dinge schreiben, deshalb nur Fakten. Ein Bausubunternehmen ist kurzfristig abgesprungen, danach ein zweites. Auftragsbücher sind voll und Bauunternehmen können wählen. Ein 08/15 Haus mit guten Anfahrtswegen ist für diese natürlich attraktiver. Dabei nehme ich die Verantwortung unserem Generalübernehmer nicht weg – die Planung war anscheinend zu optimistisch.

Die Folgen des Verzugs sind unerfreulich, besonders angesichts des Umzugszwangs bis Ende 2010:

  • alle Arbeiten müssen schneller ausgeführt werden vs. Qualität. Die Qualität DARF dadurch NICHT beeinflusst werden.
  • weniger Zeit zum Überlegen von Einzelheiten und zum Aussuchen von Türen, Fenster, Küche, Fliesen etc.
  • Umzug mit 2 Kinder auf eine Baustelle

Dabei sieht das Szenario mit dem rechtzeitigen Umzug immer mehr nach einem “happy end” aus. Die Option mit einer Miete zwischen drin und einem zweiten Umzug wird immer realistischer… Und obwohl, alle damit verbundene Zusatzkosten das Generalübernehmer trägt (im Vertrag ist der Fertigstellungstermin festgelegt), wollen wir an die Option gar nicht denken.

Wir hoffen, dass ein Subunternehmen für Rohbau schnell gefunden wird und dem Bau unseres Hauses nichts im Wege steht.

Jul
01

Leider gab es letzte 3 Wochen Nichts zum schreiben – obwohl die Baugenehmigung längst da ist, konnte unsere Baufirma mit den Arbeiten nicht anfangen. Es lag am Subunternehmen das die Erdarbeiten und Kellerbau machen sollte. Es ist schade, das Wetter war in diesen Wochen wie für Bau bestellt. Letztendlich ist der Verzug nicht schlimm, solange Qualität und Endtermin nicht gefährdet bleiben…

Jetzt scheint die Sache voranzugehen. Grundstück ist zum Teil abgesteckt und morgen (hoffentlich) soll Mutterboden abgehoben werden.

Unser grüne Freund (der Baum) bereitet uns das nächste Problem vor.  Wir müssen uns noch gedulden bis unsere “Beziehung” richtig läuft… Aber er war ja zuerst da :)

Wir haben in der Zwischenzeit die Firma “a.r.c.tec – Baumpflege Bayerlein” beauftragt den Wurzelvorhang zu errichten und die Krone abzuschneiden. Die Arbeiten mit Krone wurden heute gemacht. Aber der Wurzelvorhang… Der Abstand zur Garage beträgt im Plan ca. 2,20 m. Aber um das Bau der Garage zu ermöglichen müsste der Vorhang NUR (laut der Firma a.r.c.tec) ca. 60cm vom Baum entfernt gemacht werden, was natürlich zu wenig ist (ich habe irgendwas über min. 2,50m gehört).

Jetzt werden wir erst Mutterboden abheben, genau abstecken und schauen, ob und wie wir Platz für den Vorhang gewinnen können.

Was ich nicht verstehe – falls das Bauamt eine Baugenehmigung mit Auflagen bzgl. einer Wurzelvorhang erteilt, könnte man erwarten, dass bei den Abständen auch für den Bau technologisch notwendiger Raum berücksichtigt ist. Es scheint aber nicht der Fall zu sein.

Jun
14

Die Planungsphase des Baus läuft langsam zu Ende. Letzte Woche hat unser Architekt, Herr Schmidt, uns die Entwürfe der Werkpläne eingereicht. Da ich solche Pläne noch nie gesehen habe, erzeugte ich mir eine Checkliste, als Ergebnis der Internetrecherchen (s. unten).

Am Mittwoch setzten wir uns zusammen mit Herrn Schmidt und gingen alle Fragen durch. Das Ziel war das Klären und Abstimmen aller Punkte die fürs Keller-, und Rohbau wichtig wären. Einige Einzelheiten, wie Steckdosen und genaue Ausführung der Außentreppe, haben wir erstmal verschoben. Alle Fragen scheinen jetzt geklärt zu sein (die überarbeitete Pläne kommen zum Unterzeichnen), unter anderem, Breite und Brüstungshöhe der Fenster, genaue Position einzelnen Türen, Ausführung der Kellerwand an der Anfahrtsseite, Balkon im EG (Überführung von der Garage zu der Außentreppe), Breite des Garagentores. Schauen wir was im Nachtragsangebot für die Änderungen stehen wird.

Von unserer Seite noch zu tun: Suche und Beauftragen einer Firma fürs fachgerechte Errichten von Wurzelvorhang vor der Garage. Ein Angebot habe ich heute bekommen – ca. 2000€, je nach genaure Länge der Wurzelvorhang. Kein Schnäppchen… „Greenpeace“ lässt grüßen.

Alle Mitteilungen an das Bauamt, Ausfüllen und Einreichen, hat Herr Schmidt übernommen. Außerdem werden wir noch demnächst einen Bauzeitenplan bekommen.

Wir hoffen schon diese Woche mit dem Bau zu beginnen!

Kleine Checkliste für Werkpläne:

(rausgesucht im Internet und angepasst)

  • Grundrisse M1:50 für jedes Geschoss und Querschnitt
  • Außentreppen, Terassen
  • Vermassungen
  • Wanddicken mit Materiallegende
  • Türen, Fenster, Öffnungsrichtung, Rollläden
  • Treppenläufe mit allen Angaben
  • Sturze, Kanäle, Unterzüge, Durchbrüche
  • Raumprogramm mit Größenangaben
  • Fußbodenhöhen
  • Lage san. Einrichtungen
  • Höhenlinien in Dachgeschossen
  • Schornsteine (Lage, Abmessungen)
  • Kellerlichtschächte
  • Haustechnikraum (Lage, Art und Einführung der Hausanschlüsse)
  • Hinweis auf weitere Detailpläne
  • Bezeichnung und Lage von Schnittlinien
  • Schal- und Bewehrungspläne für Fundamente, Bodenplatten, Decken, sowie Holzkonstruktions-pläne für Decken und Dachstühle
Jun
09

Es ist soweit, die Baugenehmigung ist da! Das Ganze hat 5 Wochen gedauert, was, meiner Ansicht nach, recht akzeptabel ist. Noch mal möchte ich Lob an die Mitarbeiter des Bauamtes aussprechen – freundlich, fachlich und hilfsbereit.

Einzige Punkt wo ich was zum Meckern hätte – die Gebühr. Der Preis des Bauvorhabens war knapp 25% höher angesetzt als vom Bauträger. Daraus hat sich höhere Gebühr ergeben. Aber das werden wir noch verkraften.

Schutz des Baumes vs. Garagenbau

Am interessantesten waren für uns die Auflagen fürs Garagenbau angesichts der Situation mit dem Baum auf dem Nachbargrundstück. Und so sehen die Auflagen aus:

„Um den Erhalt des Baumes sicher zu stellen, sind folgende Auflagenpunkte seitens des Bauherrn zu erfüllen:

  • Abgrabungen im Wurzelbereich dürfen nur in Handschachtung erfolgen.
  • Zur Sicherung de Baumes ist vor Baubeginn durch eine Fachfirma ein statischer Wurzelvorhang entlang der Garagenseite anzulegen.
  • Die Krone kann bauseitig um 10-15% eingekürzt werden. Dabei kann die unterste Astreihe bis zum Stamm eingekürzt werden.
  • Weitere evtl. erforderliche Arbeiten sind vorab mit der unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.
  • Während der Bauarbeiten sind die DIN 18920 und „Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen“ und die RAS-LP 4 „Richtlinien für die Anlage von Straßen, Teil: Landschaftspflege“ zu beachten.”

Also – die Garage darf so gebaut werden wie geplant und der Baum kann bleiben! Das war unsere Idealvorstellung. Hoffentlich wird es nicht zu teuer werden.

Befreiung vom Bebauungsplan

Der andere interessante Punkt war die Abwesenheit des Bebauungsplans für das Grundstück. Schon vor dem Grundstückkauf fragte ich die Mitarbeiter des Bauamtes, ob und was ich auf dem Grund bauen darf. Damals bekam ich eine mündliche Aussage – ja, das Haus darf gebaut werden. Aber nur mündlich. Beim Notar konnte ich kein Rücktrittsrecht, für den Fall dass kein Bau genehmigt wird, durchsetzen. Deshalb war die Situation ein wenig heikel.  Nun haben wir aber die Befreiung von dem Bebauungsplan, mit der Begründung „sonst läst sich das Grundstück nicht sinnvoll bebauen“.

Fazit: noch ein Schritt weiter auf dem Weg zum „Traumhaus“!

Apr
24

Es ist soweit, der letzte der “Vorbereitungsschritten” ist gemacht worden. Heute unterschrieben wir den Vertrag für das Bau unseres Hauses mit der Firma „Schmidt Wohnbau“ aus Heilsbronn.

In insgesamt ca. 4 Sitzungen konnten wir uns, auf Basis der Baubeschreibung und vorläufigen  Plänen, in allen Hauptpunkten eine Einigung erzielen. Was bei dem Grundstück für uns wichtig war:

  1. die Firma übernimmt alle Risiken was die schmale und steile Anfahrt angeht.
  2. da für das Grundstück keinen Bebauungsplan vorliegt, haben wir uns im Vertrag ein Rücktrittrecht eingeräumt, für den theoretischen Fall, dass wir keine Baugenehmigung bekommen.

Das Wichtigste – das Haus muss am 31.12.2010 Bezugsfertig sein.

Nun liegt der Ball bei der Schmidt Wohnbau!

Hier ein paar Eckdaten zu dem Bauvorhaben:

  • 2 Vollgeschoße, 12.5 x 8.5 Meter, Dach 22°, ohne Spitzboden im Dach
  • es wird aus Poroton T10 gebaut
  • vollunterkellert, lichte Kellerhöhe 2,51 m
  • Fußbodenheizung in EG und OG
  • Arbeitszimmer im Keller bekommt einen separaten Hauseingang und ein Fenster
  • Doppelgarage
  • Außentreppe zum Haus
  • Vorbereitung für Sauna im Keller
Blog Top Liste - by TopBlogs.de