Heute habe ich mich doch, nach der Erfahrung mit der Treppe, noch mal an Google SketchUp gesetzt. Der Grund ist immer noch die Außentreppe und die Hangsicherung.
Der Außenanlagenbauer, der mir empfohlen wurde, war heute auf meinem Grundstück und hat meine Befürchtungen bestätigt – die Hangsicherung muss eher mit Beton gemacht werden, als mit Steinen. Es wäre nicht genug Platz (1 bis 3 Meter) um den Hang (2,5 Meter) mit Steinen zu sichern. Also – ich muss mich an meinen Generalübernehmer mit dem Problem melden. Am Freitag treffen wir uns mit Herrn Schmidt am Grundstück und ich möchte meine “Vision” im 3-D vorstellen können, damit es auch richtig verstanden wird.
Ich denke wir müssen nicht nur die Treppe aus Beton gießen lassen, sondern auch eine (ein wenig komplizierte) Hangsicherung. Man könnte auch eine einfache Betonwand erstellen, aber wir möchten die Ecke auch bepflanzen können.
Mit SketchUp ging es heute wesentlich flotter. Gedrehte Flächen gehen immer noch nicht aber dafür konnte ich ein Model von einem Baum, was unserer Eiche ähnlich ist, in 3 Minuten aus dem Internet importieren und in mein Bild einbetten. Einen Briefkasten konnte auf die Schnelle nicht finden. Was SketchUp gut kann – das Berechnen von komplizierten Flächen. Jetzt weiß ich zumindest dass die Anfahrt zu der Garage 62 m2 ist.

Aussenanlagen mit SketchUp
Oh je, das Google SketchUp hat mit Benutzbarkeit ein wenig übertrieben…
Das Außentreppe-Problem beschäftigt mich schon seit Wochen. Sie muss gleichzeitig eine Hangsicherung darstellen, einen Übergang zum Balkon haben, Anschluß an die Gelände schaffen und, last but not least, hübsch sein. Zum Glück haben wir nicht vergessen die Treppe im Bauvertrag zu erwähnen, sonst hätte die Konstellation jeden Architekten oder Bauleiter “erschrecken” können. Damit wir irgendwie das Ganze selbst vorstellen können, haben wir schon versucht ein Modell aus Legosteinen zu bauen. Diese waren aber nicht flexibel genug und ohne Möglichkeit eine Textur zu definieren. Dann waren erfolglose PowerPoint und ArCon Versuche. Heute bin ich auf Google SketchUp gestoßen und damit den ganzen Abend “gerettet”.
Wie kann man ein richtig kompliziertes 3-D Objekt in einem 3-D Ansicht mit ständig an eine falsche Achse anlehnenden Punkten darstellen? Ja – ich bin ein Google SketchUp Newbie, aber jeder erwartet doch so eine Funktion wie Gruppieren (damit man ein Objekt, und nicht ein Set von Punkten, schieben kann), oder Darstellung eines Punkten (oder Linie) in einem 2-D View. Außerdem ist mir so gut wie keins von Bogen-3D-Objekten gelungen. 2-D – ja, aber die z-Achse “dazuziehen” – nicht. Ich möchte nicht dumm vorkommen, aber auch einen Viewport zu setzen war nicht möglich, die “Alles zeigen” Funktion rettete einigermaßen.
OK, Google verwendet die Software fürs umstrittene Street View Projekt (Hausbaublogger sind wohl per Definition keine Street View Gegner, eher “Konkurrenz”), aber da laufen wahrscheinlich mächtige de-rendering Scripts dahinter. Es kann nicht sein, dass Gebäuden mit der SketchUp Benutzeroberfläche entstehen. Wer benutzt dann die Software? Profis – defintiv nicht. Aber zumindest kann man jeder Google Street View Textur (sprich Oberfläche) klauen und an die eigene Digitalfassade “rankleben”.
Es hat mir doch gelungen ein nicht wieder verwendbares Bild zu erzeugen. (Mit Google ist es immer dasselbe – schimpfen kann man so viel man will, eine vergleichbare Alternative hat man meist sowieso nicht.) Den Rest werden wir vorstellen können.

Aussentreppe mit Google SketchUp