Vor 4 oder 5 Jahren habe ich eine Rasensprinkleranlage in meinem Garten gebaut und nach und nach auch für die Bewässerung der anderen Pflanzen erweitert. Das System der Wahl war damals Gardena. Die Auswahl habe ich eigentlich blind getroffen, weil das System im Baumarkt so schön ausgesehen hat. Viele Möglichkeiten, leichtes Zusammenbau, gute Verarbeitungsqualität.

In den letzten Jahren musste ich aber einiges an Aufwand in die Instandhaltung investieren. Manche Dinge verschulde ich mir selbst, manche könnte man vielleicht bei Gardena verbessern.

Leicht verformte, undichte Ventilbox von Gardena.

Ein Beispiel des selbstverschuldeten Problems (bzw. von Handwerker beim Hausbau falsch gemacht): der Durchmesser des Wasserrohrs für Gartenwasserhahn ist nur ½ Zoll. Das führt zu großen Druckverlusten (wie es hier schön erklärt ist). Die Folge – auch beim 8 Bar Druck in der Wasserleitung, funktionieren nicht mehr als 3 Turbinen-Versenkregner Gardena T200 und 4-5 Versenkregner S80 auf einem Strang. Bei den Turbinen-Versenkregner hat man auch andere unangenehme Effekte, wie z.B. nicht zuverlässiges Rotieren. Also, mindestens ¾ Zoll Wasserleitung für Garten verlegen!

 

 

Verrostete Verteiler in der Ventilbox.

In diesem Jahr musste ich die Ventilbox (mit verbauten Ventilen, Computergesteuert) aus der Installation entfernen. Der Grund – die Erde hat sich nach dem Bau ein wenig gesetzt und der Kasten verlor seine rechteckige Form. Schon vor zwei Jahren konnte ich die Ventile nur mit viel Aufwand, Glück und Flüchen aus- oder einbauen. In diesem Sommer, nachdem die Elektrosicherungen zum zweiten Mal wegen vollgelaufener Ventilbox (die Verbindungen waren nicht mehr Dicht, wegen Verformung) rausgeflogen waren, habe ich den Kasten entfernt und die Ventile unter der Holzterrasse versteckt. Die Vorteile: einfacheres Ausbau der Ventile für Winterzeit und nicht durch den Verteilerkasten begrenzte Anzahl der Ventile. Gleichzeitig habe ich 1 neuen Kreis dazugeschaltet, um ein paar weitere Gemüsepflanzen zu bewässern.

Das Nutzen-Aufwand Verhältnis bei einem Bewässerungssystem steht für mich auch bei den Reparaturaufwänden nicht in Frage. Vor allem hat man keinen ausgetrockneten Rasen nach einem Augusturlaub. Wer trotzdem das Gießen gerne alleine ohne Technik erledigt, oder ab und zu Bäume oder Beete gießen muss, kann (ganz günstig) den H2gOBag einsetzen, s. hier. Eine coole Idee, finde ich.

Die Bewässerungsventile unter der Terrasse verbaut.

Ah ja, da fehlt mir noch ein, was ich bei Gardena nicht so gut finde: wenn man ein Anschlussstück auf dem unterirdisch verlegten Rohr austauschen muss oder z.B. ein neues T-Anschlussstück einbauen will, muss man das Rohr, zumindest von einer Seite, ca. 1 Meter freischaufeln. Ansonsten bekommt man das steife Rohr nicht in das Anschlussstück rein. Ich kenne die Reparatursets für die Wasserleitungen im Haus, diese brauchen ganz wenig Platz für Einbau (s. den Artikel)

Und noch ein Tipp, wer die Bewässerung von Gardena einbaut, sollte den Gardena Sprinklersystem-Planer nutzen (und ihm glauben, aus eigener Erfahrung 😉 ). Insbesondere wenn’s um Wassermenge pro Kreis oder Kompatibilität der Regnertypen geht.