Exzenterschleifer von Bosch und Faust-Schwingschleifer von Makita

Exzenterschleifer von Bosch und Faust-Schwingschleifer von Makita

Das Schleifen von Holz ist von einer Seite ein Arbeitsschritt der die Ergebnisse schön sehen lässt, von anderer Seite – sehr aufwändig ist.

Ich schleife die Leimholzplatten (vom Hersteller schon vorgeschliefen, mit Schleifpapier Körnung 120) in drei Schritten: Körnung 180, dann 240 und am Ende noch 320. Dazu kommt das Schleifen nach dem Verleimen von Einzelteilen an der Stellen, wo zu viel Leim aufgetragen wurde. Zusätzlich hat sich der Zwischenschlief (mit dem 320 Schleifpapier) beim Ölen als „wünschenswert“ gezeigt – die Holzfasern nach dem Ölen richten sich wieder auf und die Oberfläche wird nicht mehr so glatt wie vor dem Ölen. Manchmal feuchtet man das Holz vor dem letzten Schlief sogar an, s. hier, um die reingedrückte Faser aufzurichten.

Schleifen von Ecken mit dem Schwingschleifer

Schleifen von Ecken mit dem Schwingschleifer

Ich schätze also, dass das Schleifen mindestens ein Drittel vom ganzen Aufwand kostet. Dabei sind natürlich Werkzeuge besonders hilfreich und wichtig. Am Anafng hatte ich mir eine Exzenterschleifer 125mm von Bosch aus Baumarkt geholt. Damit geht das Schleifen von großen Flächen relativ schnell und mit einem sauberen Ergebnis. Problematisch wird es für den Exzenterschleifer (der sich gleichzeitig schwingend und rotierend bewegt) beim Schleifen von Ecken, Verbindungsstellen und kleineren Teilen. So bestellte ich mir einen Faust-Schwingschleifer – Makita BO4565, bei dem holz-metall.info Shop. Bekommen habe ich aber den Makita BO4565J, also das Nachfolgermodell. Danke dafür an den Shop.

 

Faust-Schwingschleifer für kleinere Flächen

Faust-Schwingschleifer für kleinere Flächen

Der Schwingschleifer ist ideal für die Ecken. Ich konnte sogar einen gefrästen Nut damit schleifen, s das Bild. Die Form des Überstandes erlaubt auch z.B. Lamellen zu schleifen. Die Absaugung funktioniert bei dem Schwingschleifer besser als bei dem größeren Exzenterschleifer. Das liegt aber eher an der Menge des produzierten Staubs. Bei den größeren Flächen, hat ein Exzenterschleifer seine klare Vorteile – er ist einfach effizienter. Wenn es aber weniger Staub sein muss (z.B. in einem Zimmer irgendwas schleifen ohne das ganze Möbel dafür abzudecken) würde ich den Schwingschleifer nehmen.

Was mir jetzt beim Schleifen noch fehlt – einer Industriesauger. Der Buchestaub gilt als gesundheitgefärdend. Erst muss ich mir mit einer Atemschutzmaske Abhilfe schaffen. Obwohl der Bosch Exzenterschleifer eine Absaugung mit einem Feinstaubfilter hat, kommt eine große Menge Staub in die Luft. Der Staub an der Oberfläche des Werkstücks, vor dem nächsten Schleifvorgang mit feinerem Schleifpapier, muss übringens sehr sorgfältig entfernt werden.

Die geschliefene Arbeitsplatte, halbgeölt.

Die geschliefene Arbeitsplatte, halbgeölt.

Das größte Teil meines Schrankes – die Arbeitsplatte (sie das Bild). Für die knapp 6m² (oben plus unten) habe ich ca. 1,5 Stunden fürs schleifen gebraucht. Die Qualität der geschliefenen Oberfläche prüft man besten mit Finger, man fühlt sehr gut alle Unebenheiten wo nachgeschliefen werden muss.