Archive for the 'Planung' Category

Sep
13

Garage oder Carport? Die Frage stellt sich uns seit langem.

In unserem Bauantrag haben wir eine Garage geplant. Sie steht auch in der Baugenehmigung. Wir dachten, dass die Garage, betoniert zusammen mit dem Keller, uns ca. 15K€ kosten wird. Plus Garagentore und die Geländer oben. So ist es aber nicht geworden, unser Generalübernehmer hat damals was anderes bei der Baufirma beantragt als geplant. (Zu den Gründen schreibe ich lieber Nichts.) Jetzt haben wir ein paar Angebote für Garagenrohbau, die ich, alleine aus Prinzip, nicht annehmen würde. Die Kosten gleichen sich den Kosten unseres Kellers, der 3 Mal größer ist. Schauen wir wie lange es mit dem Bauboom geht und ob sich die Angebote ändern.

Aber Sonne, Regen, Fensterkratzen und Vögel machen das Warten auf “Vernunft” von Baufirmen schwerer. Eine kostengünstigere Alternative wäre ein Carport (es wäre ein “Anlehncarport”, hier gelesen http://bauer-holz.at/carport-holz), genau so groß wie Garage. Zusammen mit der teueren Hangsicherung (wie man auf dem Bild sieht, muss die rechte Seite befestigt werden) würde ein Carport uns nur ein Drittel kosten. Man könnte auch die Hangsicherung so machen, dass sie später als eine Garagenwand verwendet werden kann. In dem Fall wäre es möglich später den Carport durch eine Garage ersetzen und die Garage auch selber Mauern (die Betonarbeiten gehören nicht zu meinen Hobbys).

Also, ein Carport ist eine viel günstigere Alternative! Sie hat aber folgende Nachteile:

  • Ein (begehbarer) Rasen auf dem Dach wird wohl nicht möglich sein. Es sind ca. 40m² Fläche.
  • Ein Carport kann man nicht als Stauraum benutzen. Reifen, Fahrräder, Bobbycars, Ski etc. müssen im Keller überwintern.
  • Kinder (incl. Nachbarkinder)  können immer noch zwischen Autos Fußball spielen.

Die Frage ist nur: “was ist mir das Ganze Wert”?  Die Differenz liegt im 5-stelligen bereich.

Ich habe mit dem SketchUp die beiden Alternativen gezeichnet, beide sehen OK aus.

So würde eine Doppelgarage aussehen

So würde eine Doppelgarage aussehen

Ein Carport für 2 Autos

Ein Carport für 2 Autos

Dez
29

Draußen herrscht Winter – die beste Zeit noch mal das Heizungskonzept zu überlegen.
Bei uns ist das eine Luftwärmepumpe plus kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) mit Wärmerückgewinnung. Wegen des Wechsels zu einer Luftwärmepumpe (optimale Vorlauftemperatur – 35°), müssen wir auch im Kellergeschoss Fußbodenheizung einbauen, statt geplanten Heizkörper.

Die Anlage haben wir schon von Anfang an eingeplant, aber (absichtlich) nicht in die Baubeschreibung eingetragen. Ein paar Tagen habe ich gründlich im Internet gesucht und gelesen und folgende, für uns wichtige, Kriterien zur Auswahl einer KWL Anlage definiert:

  • Die Lüftungsröhren müssen auf Decke verlegbar sein und die Höhe des Bodenaufbaus nicht zu sehr beeinflussen
  • Der Wärmetauscher muss Wirkungsgrad mehr als 90% haben
  • Die Wohnraumlüftungsanlage muss für 180m² geeignet sein

Nach dem langen Vergleichen gefällt mir, zumindest aktuell, die Buderus Logavent HRV am Besten. Die KWL-Anlage bietet Luft-Verteil-System-Pakete zur Verlegung auf Decke und in Wand, hat Wärmerückgewinnung bis zu 91% und keinen „schlechten Ruf“ im Internet.

Leider, hat unser GÜ keine Durchführungen in der Betondecke machen lassen, obwohl er wusste, dass wir die KWL installieren wollen. Jetzt brauchen wir min. 7 Durchbrüche, einer davon ca. 80x20cm und die anderen 20x20cm.

Die noch offenen Fragen:

  • Deckenhöhe im OG variiert sich von 2,50 bis 3,20m. Wird es ein Problem darstellen? In meisten Unterlagen habe ich “Raumhöhe bis 2,50m” gesehen.
  • Theoretisch wäre es gut möglich den Fortluft der Wohnraumlüftung an der Luftwärmepumpe als Wärmequelle zu nutzen. Da der Fortluft, besonders im Winter, um einiges wärmer als Luft draußen ist, wäre es schade dies nicht auszunutzen und gleichzeitig die Luft für die Luftwärmepumpe elektrisch vorheizen. Wie das praktisch aussieht müssen wir noch klären.
  • Die KWL-Installation als Eigenleistung. Da die Planung einer KWL alles andere als einfach ist, würde ich diese von Hersteller planen lassen. Die Planung von Buderus kostet ca. 300€ und muss von einer Heizungsfirma beauftragt werden – die Hersteller arbeiten mit Privatleuten nicht.
  • ob und wie eine kontrollierte Wohnraumlüftung gefördert wird.
Sep
19

Die Wände des Erdgeschosses stehen und sind für das einlegen der Decke vorbereitet.

Der vergessene Segmentbogen über dem Wohnzimmereingang wurde am Freitag korrigiert. Danke an Herrn Schmidt und Schuster Bau! An der Stelle läuft die Kommunikation gut.

Wo es mit der Kommunikation noch nicht klappt – Absprache der nächsten Schritte und Auswahl der Materialien dafür.

Am Montag soll die Decke gegossen werden und am Donnerstagabend kam die Frage über Anschluss der Dunstabzugshaube in der Küche. Zum Glück haben wir die Küche vor kurzem bestellt. Die Verkäuferin war nett und am Samstagvormittag den Installationsplan geschickt. Alle benötigten Teile (wie Flachkanal, Mauerkasten mit Flachanschluss und Umlenkstück) die in die Decke rein müssen, konnte ich im Baumarkt noch am Samstag kaufen. Noch muss ich die Teile rechtzeitig am Montag zur Baustelle fahren.

Aber das war knapp. Uns wurde nicht explizit gesagt “die Küchenplan brauchen wir da und da…” Ich befürchte die anderen Informationen, bzw. Fragen werden wir auch kurz vor der geplanten Ausführung bekommen. Z.B. Laut dem Bauzeitplan, Mitte Oktober, werden die Fenster eingebaut. Ich nehme an, diese müssen davor auch gefertigt und geliefert werden. Wir haben schon mehrmals angedeutet, dass wir mit Standardfenstern an manchen Stellen, wie Wohnzimmer, vielleicht nicht zufrieden werden. Die Antwort die kommt – „wir werden alles mit Fensterbauer besprechen“. Wann? Das muss früh genug passieren. Sonst werden wir, wegen Zeitmangel, an einen Fensterbauer gebunden und, unter Umständen, auf manche Extrawünsche verzichten müssen. Im Bauvertrag ist Folgendes zu finden: „Unschlüssigkeiten bei der Materialauswahl gelten als terminverlängernd“. Leider steht es niergendwo, wie viel Zeit den Bauherren zur Auswahl zu Verfügung steht. Nachhinein würde ich das gerne in die Baubeschreibung oder Bauvertrag eintragen können.

Die Entscheidung mit einem Generalübernehmer zu bauen, wird mit dem Gedanken getroffen “ich habe keine Erfahrung, ich brauche jemanden auf meiner Seite”. Mit einem schweren Fokus auf Kommunikation.

Korregierter Segmentbogen

Korregierter Segmentbogen

Vorbereitung für die Erdgeschossdecke

Vorbereitung für die Erdgeschossdecke

Gerüst für den Balkon

Gerüst für den Balkon

Aussichten Richtung Nürnberg: Altstadt und Fernsehturm

Aussichten Richtung Nürnberg: Altstadt, Fernsehturm und Nürnberger Versicherungsturm

Sep
16

Es ist eine Woche her seit dem letzten Artikel. Und die Woche war für das Hausbau nicht umsonst vergangen – die Außen-, und Innenwände im Erdgeschoss sind fast fertig.

Wir waren gespannt auf das Moment in dem wir die Räume sehen werden. Bis jetzt war alles noch in der Papierform, auf dem Bauplan. Wir hatten unsere Grundrisse weder in einem Musterhaus, noch bei Bekannten abgeguckt. Bei der Planung hatten wir also volle Freiheit, aber auch Risiken, dass wir uns im Endeffekt was Unschönes planen. Mit den Grundrissen sind wir, zum Glück, auch nach dem Betreten der Räume voll zufrieden geblieben.

Bei zwei Dingen haben wir fehlerhafte Abbildungen im Bauplan übersehen. Es war mit unserem Architekten damals besprochen:

  • Der Segmentobogen zwischen dem Flur und Wohnzimmer wurde vergessen. Jetzt sind im Wohnzimmer ein breiter Segmentbogen zwischen der Küche und Wohnzimmer, und Platz für eine normale zweiflügelige Tür zum Flur… Natürlich lässt es sich noch ändern. Die Frage ist der Aufwand dafür.
  • Die zweite Tür zu der Terrasse wurde zum einen Fenster (auch bodentief, aber schmal). Wir haben es (fast) rechtzeitig bemerkt. Jetzt müssen 3 Ziegelreihen abgeschnitten werden (s. Bild unten)

Am Montag soll die Decke eingelegt und betoniert werden. Dann können wir noch mehr  Raumgefühl bekommen.

Begonnen mit dem Erdgeschoss

Begonnen mit dem Erdgeschoss

Erdeschoss, Sicht von der Strasse

Erdeschoss, Sicht von der Strasse

Erdgeschoss

Erdgeschoss

Wohnzimmer

Wohnzimmer

Segmentbogen

Segmentbogen

Kleiner Fehler bei der Terassentür

Kleiner Fehler bei der Terassentür

Platz für Verteiler

Platz für Verteiler

Gästezimmer

Gästezimmer

sZukünftige Terasse

Zukünftige Terasse

Sep
06

Wenn man ein Haus baut gibt es viele Wege das zu tun und bekanntlich führen alle Wege nach Rom. Also kann man es eigentlich machen wie man es will, oder? Leider ist es nicht ganz so. Natürlich wird man es auf die eine oder andere Weise schaffen sein Haus zu bauen, aber manche Wege werden um sehr vieles steiniger sein als andere und wieder andere sind einfach nicht möglich. Man sollte also einen Weg wählen der erwiesener Maßen möglich ist und der einigermaßen leicht von der Hand geht. Im Grunde ist die oberste Maxime realistisch bleiben und nicht über seine Ressourcen hinaus zu planen. Sowohl die finanziellen als auch die Grenzen der eigenen Strapazierfähigkeit müssen eingehalten werden. Sonst kann das Haus bauen schnell zu einem riesen Desaster und zu einer unlösbaren Katastrophe werden. Also wie plant man richtig?

Wenn man sich über seine Grenzen und Ressourcen im Klaren ist, dann kann man entscheiden was möglich ist und was man sich leisten will. Um zu wissen was mit welchen Ressourcen möglich ist, sucht man sich am besten professionelle Hilfe durch einen Architekten oder einen erfahrenen Baumeister. Natürlich kann man sich Träume wie ein Haus am See oder einen riesigen Garten erfüllen, man muss nur richtig planen. So eine Planung benötigt viel Hilfe durch professionelle und Freunde aber auch große Motivation und Arbeitsbereitschaft und Kraft die man investieren will und muss. Wenn man solche Träume umsetzten will muss man zum Beispiel die Gartengestaltung genau planen und organisieren, dann entweder selbst machen oder wenn man es selbst nicht kann professionelle Gärtner damit beauftragen. Und selbst wenn man den Garten dann hat muss man beachten, dass so eine riesige Gartenfläche viele Arbeit und Liebe benötigt, für die man auch Zeit und Lust haben muss. Wie gesagt alles hängt von den eigenen Ressourcen und Grenzen ab.

Aug
08

Seit 3 Wochen gibt es nichts zu schreiben. Die Baugrube ist da, aber mit dem Rohbau wurde noch nicht angefangen. So wie es aussieht, haben wir den Verzug beim Hausbau dem Bauboom 2010 zu verdanken. Wegen dem langen Winter und niedrigerem Finanzierungszins ist das Baujahr intensiver und kürzer geworden.

Ich möchte keine negative Dinge schreiben, deshalb nur Fakten. Ein Bausubunternehmen ist kurzfristig abgesprungen, danach ein zweites. Auftragsbücher sind voll und Bauunternehmen können wählen. Ein 08/15 Haus mit guten Anfahrtswegen ist für diese natürlich attraktiver. Dabei nehme ich die Verantwortung unserem Generalübernehmer nicht weg – die Planung war anscheinend zu optimistisch.

Die Folgen des Verzugs sind unerfreulich, besonders angesichts des Umzugszwangs bis Ende 2010:

  • alle Arbeiten müssen schneller ausgeführt werden vs. Qualität. Die Qualität DARF dadurch NICHT beeinflusst werden.
  • weniger Zeit zum Überlegen von Einzelheiten und zum Aussuchen von Türen, Fenster, Küche, Fliesen etc.
  • Umzug mit 2 Kinder auf eine Baustelle

Dabei sieht das Szenario mit dem rechtzeitigen Umzug immer mehr nach einem “happy end” aus. Die Option mit einer Miete zwischen drin und einem zweiten Umzug wird immer realistischer… Und obwohl, alle damit verbundene Zusatzkosten das Generalübernehmer trägt (im Vertrag ist der Fertigstellungstermin festgelegt), wollen wir an die Option gar nicht denken.

Wir hoffen, dass ein Subunternehmen für Rohbau schnell gefunden wird und dem Bau unseres Hauses nichts im Wege steht.

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