Archive for the 'Finanzierung' Category

Mai
21

Ich wollte schon seit Langem zusammenschreiben was man beim Hausbau im Normalfall nicht plant aber trotzdem erleben kann. Bauherren tendieren meistens zu einer optimistischen Planung, was auch ich getan habe. Es muss eigentlich optimistisch sein, sonst wird das Hausbauprojekt zu einer Aufgabe die verängstigend und schwer zu bewältigen ist. Der Bau des eigenen  Hauses soll unter dem Strich Freude bringen und nicht nur negative Erfahrungen hinterlassen. Gleichzeitig, je optimistischer die Bauherren sind, desto mehr Risiken bleiben bei der Planung ausgeschlossen. Und da fängt es an…Bauplan für ein Haus

  1. Termine verschieben sich. Um die Miete zu sparen oder das Eigenkapital zu beschaffen wird die Wohnung zu einem Zeitpunkt gekündigt oder verkauft. Übrigens, mit einer hohen Vorfälligkeitsentschädigung (hier beschrieben, noch eine „Unannehmlichkeit“). Wir haben unsere Wohnung verkauft und einen Umzug nach ca. 10 Monaten mit dem Käufer vereinbart. Aber schon nach 4 Monaten war es uns klar, dass der Plan extrem knapp kalkuliert ist. Die Baufirma war gleich in den ersten Monaten schon im Verzug (weil „keine Baufirmen zu finden waren“…). Um so eine Situation zu vermeiden, sollte man den Umzug entweder flexibel oder mit einem größeren Zeitpuffer planen und vereinbaren.
  2. Ärger mit Bauunternehmen. Das ist das größte Risiko. Egal was für einen Eindruck man von einem Bauunternehmen hat, sollte man niemals in Vorauszahlung gehen (ohne diese in einem „schlechten“ Fall abschreiben zu können). Seriöse Unternehmen werden es akzeptieren. Die Leistungen können auch klein „geschnitten“ werden, z.B. „Kellerdecke fertig“ (aber nicht „Keller fertig“, so ist fraglich ob die Decke dann Teil des Kellers ist oder gehört eher zum Erdgeschoss). Es können unterschiedliche Ursachen für ein Problem beim Bauunternehmen geben, auch solche die nicht vom Unternehmen kontrollierbar sind. Wer mit einem Zahlungsplan baut, wie wir es versucht haben, MUSS diesen sehr präzise definieren und realistische Summen pro Gewerk vereinbaren. Wir haben für 65%(!) der Bausumme nur einen überdachten Rohbau bekommen, auch ohne Garagenrohbau. Ein „Bauunternehmen-freundlicher“ Zahlungsplan könnte „falsche“ Motivationen bei einigen Baufirmen wecken, wie z.B. mit dem Bau aufzuhören ohne alle Leistungen zu erbringen.
  3. Nachfinanzierung. Ein „schlimmes“ Wort, der die Finanzplanung übers Bord wirft. Aber nicht nur das. Bei uns hat bei der Nachfinanzierung plötzlich SCHUFA zugeschlagen… Es hat ca. ein Jahr gedauert und dann war sie wieder in Ordnung für den Kredit (ich habe eins von meinen Konten auflösen lassen und dann einfach gewartet). Die Gründe für die plötzliche kurzfristige Abstufung waren und sind mir nicht klar. Ein Beigeschmack einer Ungerechtigkeit ist geblieben. Ich habe noch nie eine Kreditrate zu spät oder nicht bezahlt, warum hat mich das System als nicht kreditwürdig eingestuft – keine Ahnung. Zu Finanzierung gibt es übrigens viele Informationsquellen im Internet wie  dieser Ratgeber Baufinanzierung hier.
  4. Zusatzkosten für gerichtliche Auseinandersetzungen. Gericht, Anwalt, Bausachverständiger… Alle müssen im Falle einer Auseinandersetzung bezahlt werden. Da kann es um große Summen gehen. Meine persönliche Meinung – trotzdem durchziehen! Verbreiteter Baupfusch kann nur dann verringert werden falls Baufirmen keine Hoffnung haben, dass die Bauherren aufgeben. Und sie haben diese Hoffnung, weil sie genau wissen wie knapp ein Bau oft kalkuliert wird. Da reicht den Bauherren das Geld oft nicht, um die Gerechtigkeit gerichtlich wiederherzustellen.

Wir haben von einem Finanzberater den Tipp bekommen ca. 10% über die kalkulierten Baukosten mehr Kredit zu nehmen. Leider sind wir dem nicht gefolgt (wie schon erwähnt, viel zu optimistisch gewesen), was uns sehr viel Ärger und letztendlich auch mehr Kosten (die Nachfinanzierung war nur unter viel schlechteren Konditionen möglich) gebracht.

Aug
27

Alle die ein eigenes Haus für die Familie bauen wollen, sollten diesen Schritt zum einen sehr genau überdenken und zum anderen auch sehr genau planen, denn das schützt vor bösen Überraschungen und eventuell auch vor einem finanziellen Chaos. Aber wie sollte so eine Planung aussehen und was sollte man in diesem Fall besonders berücksichtigen?

Wenn es um den Bau eines Hauses geht, sollte man nach Möglichkeit gar nichts dem Zufall überlassen, denn das kann unter Umständen sehr teuer werden. Wenn dann die Entscheidung gefallen ist und man ein Haus bauen möchte, sollte man sich folgende Punkte notieren und dann nach und nach einzeln durchgehen.

  • Welche Bank soll die Baufinanzierung übernehmen?
  • Wie hoch sollte das Baudarlehen sein?
  • Gibt es einen Bausparvertrag und wenn ja in welcher Höhe?
  • Wie sieht es mit den Baudarlehen Zinsen aus?
  • Steht Eigenkapital zur Verfügung?
  • Wie hoch darf die monatliche Rate maximal sein?
  • Sind bei der Baufinanzierung Sondertilgungen möglich?

Wenn man alle diese Punkte berücksichtigt, dann hat man einen sehr guten Überblick über das zukünftige Bauvorhaben und kann dann in aller Ruhe damit beginnen,
einen Baudarlehen Vergleich zu machen. Diesen und zahlreiche Informationen zum Thema Bausparen finden Sie auf www.bausparvertrag.org.

Worauf sollten Bausparer achten?

Alle Personen die bausparen, haben gegenüber denjenigen die keinen Bausparvertrag haben, einen großen Vorteil, denn hier sieht die Baufinanzierung viel besser aus. Mit einem Bausparvertrag ist es wesentlich einfacher, ein Haus zu bauen oder zu kaufen, denn die Basis ist bereits vorhanden. Bausparverträge sind immer eine sehr gute Sache, wenn man eines Tages mit der Familie im eigenen Haus wohnen will. Bevor man allerdings einen Bausparvertrag abschließt, sollte man einen Bausparverträge Vergleich machen, denn nur mit einem solchen Vergleich kann man Geld sparen. Das Gleiche gilt übrigens auch wenn man ein Baudarlehen bei der Bank aufnimmt, denn auch hier sollte man in jedem Fall vorher vergleichen.

Apr
21

Nächste Ausgaben…

Meine Bank berechnete uns ca. 2,5% von der ursprünglichen Kreditsumme an Vorfälligkeitsentschädigung für unsere Finanzierung der verkauften Wohnung. Die Vorfälligkeitsentschädigung haben wir erwartet, aber die Höhe hat uns unangenehm überrascht. Immerhin, die Zinsbindung wäre nur in 3(von 10) Jahren schon vorbei und knapp 45% haben wir getilgt.

Interessant war das Gespräch mit dem Bankenangestellten: er behauptet die Vorfälligkeitsentschädigung sei berechtigt, weil „die Bank wirklich genau so viel Geld verliert“.

Nun ja, das liegt wohl an der Methode die zu der Schadenberechnung angewendet wird. Bei einer „Aktiv-Aktiv-Methode“ wird Schaden aus der Zinsdifferenz (Zinsverschlechterungsschaden) errechnet. Rechnen wir mal mit dem Formel (ich gehe davon aus dass das Geld sofort in eine Baufinanzierung angelegt wird):  <die Summe die übrig geblieben ist> * (<Zinsen p.a. die ich zahle> – <Zinsen p.a. die die Bank heute für Baufinanzierung  anbietet>). Das ergibt höchstens 0,4% p.a. von dem Restbetrag(!), aber nicht doch 2,5% von Anfangssumme! Nicht vergessen: die Bearbeitungsgebühr ist schon damals gezahlt worden.

Siehe dazu den Wikipedia Artikel Vorfälligkeitsentschädigung. Zitat aus dem Artikel: “In den meisten Fällen ist die Aktiv-Aktiv-Methode für den Kunden die günstigere Lösung – sie wird daher von den meisten Kreditinstituten nicht angewendet.” Alles klar!

Dasselbe kann man bei einer Kapitallebensversicherung erleben: eine(r) zahlt 20.000€, und bekommt, bei einer vorzeitigen Kündigung nach 8 Jahre, nur 9.000-10.000€ zurück. Das eingezahlte Geld sollte sich doch verzinsen, oder …

Blog Top Liste - by TopBlogs.de