Diese Woche wurden die bestellten Sockelleisten geliefert. Schöne Sockelleisten aus Holz, angefertigt nach unserer Skizze. Die Idee haben wir eigentlich abgeguckt – vielen Dank an den Designer!
Die Leisten bestellten wir bei einer Schreinerei im Internet. Davor hatten wir uns Angebote von 4 Schreinereien geholt, diese unterscheideten sich mit Faktor 4! Von 11,50€ pro Laufmeter bis knapp 50€. Die Bestellung ging also an die Schreinerei mit dem günstigsten Angebot. Alles hätte gepasst, die Qualität, Lieferung, Farbe… Wenn nicht die Lackierung an der falschen Seite. Wie konnte man die Seite verwechseln… es bleibt mir ein Rätsel. OK, Sockelleisten in der Form sind vielleicht nicht so oft zu sehen, aber schon die Skizze an sich ist eindeutig. Da wir nicht noch mal warten wollten und die Firma uns ca. 20% Rabatt gab, nahmen wir die Leisten “zum selber Lackieren”.
Ein paar Abende habe ich mit einem Pinsel verbracht. Mit dem händischen Lackieren kriegt man natürlich nicht die Gleichmäßigkeit wie von Profis, aber dadurch sehen die Leisten noch “exklusiver” aus
Übrigens, Sockelleisten dieser Art bekommt man in USA in einem Baumarkt. In Deutschland sind die Leisten “exklusiv”…
Der nächste Schritt – die Sockelleisten anbringen – war nicht weniger aufwändig als Lackieren. Jede 80cm eine Schraube – das ist klar. Was Zeit und Mühe kostet – die Ecken, besonders Innenecken. Es ist unmöglich die 14cm hohen Sockelleisten ideal zuzuschneiden. Deshalb kaufte ich mir eine spezielle Spachtel für Holz womit die Ecken “schnell” ausgebessert werden können. Das Versprechen auf der Packung “in 30 min trocken und kann geschliffen werden” war absolut übertrieben. Eine Schicht stärker als 2mm braucht 2 Tage bis es fest getrocknet ist. Wieder Geduld gefragt… Nachdem die Spachtelmasse endlich trocken war, habe ich die Schraubenstellen, Ecken und kleinere Defekte im Holz geschliffen und noch mal lackiert.
Die Fuge zwischen Wand und Sockelleiste habe ich mit Acryl zugemacht, den Anschluss an Laminatboden mit transparentem Silikon.

Schritt 1: Sockelleiste geschnitten und angeschraubt

Schritt 2: Sockelleiste gespachtelt und geschliffen

Schritt 3: Sockelleiste lackiert und mit Acryl und Silikon abgedichtet

Holzsockelleiste

Sockelleiste
Die LED Beleuchtung gehört mittlerweile fest zum Design. Flexibilität, Größe und Farbenauswahl machen die LED Leuchten zu einem relativ einfachen Mittel – Designideen mit Licht zu bereichern.
Nun, so einfach ist es wiederum nicht. Wir planen eine LED Beleuchtung der Treppenstufen und als Übung habe ich Beleuchtung für 3 Wandbilder gemacht.
Wir kauften einen Set in Hornbach – 1m flexible RGB LED Streifen und einen Kontroller dazu. Den LED Streifen kann man jede 10cm schneiden, 3 Streifen für 3 Bilder konnte ich also daraus machen. Beim Verbinden der Streifen musste ich das Lötzubehör auspacken… Die Verbindungsstücke (diese muss man extra kaufen) waren nur 10cm lang und die Anschlusse passten zu den Streifen nicht ganz (Anschluss zu groß, so dass die Streifen rausfallen), obwohl von einem Hersteller gemacht. Ich habe nicht riskiert die Streifen an den Verbindungskabel zu löten (Lötkolben zählt nicht zu meinen besten Freunden) und das Problem auf eine “mechanische Art und Weise” gelöst.
Das kleinere Problem war den Platz in der Wand für den Kontroller und den Netzteil zu schaffen. Daran sollten LED Hersteller arbeiten – die Größe dieser Teile ist, im Vergleich zu schmalen dünnen Streifen, ein wenig suboptimal für Installation.
Mit dem Ergebnis der Arbeit sind wir ganz zufrieden. Der RGB Kontroller kann viele Farben und Modi, gesteuert von Fernbedienung. Unten ein paar Bilder.
Tipps für LED-Anfänger (von einem LED-Anfänger):
- Ausrichtung der LED Licht ist wichtig. (Der schöne Nebeneffekt in der Ecke, s. Fotos, gefällt mir fast besser als der geplante).
- Wenn das Licht entlang einer Fläche geht, muss die Fläche gerade sein
- Je größer die LED Beleuchtungsstärke ist, desto mehr Gedanken muss man über die Kühlung der LED Leuchten machen.

Die Bilder ohne Beleuchtung

LED Licht Blau

LED Beleuchtung

LED Leuchten Lila

LED Kontroller und der Netzteil in der Wand

LED Streifen
Das Verlegen und Verfugen von Mosaikfliesen im Bad ist, wie ich festgestellt habe, nicht immer leicht. Besonders wenn die Mosaikfliesen nur 3 mm dick sind (bei 8 mm dicke Fliese um die Mosaik herum) und müssen dann mit einem Fugenmörtel anderer als Kleber Farbe verfugt werden. Dafür hatte ich keinerlei Probleme beim Schneiden von der Glas-Mosaik, die dünnen Einzelstücke ließen sich ohne Widerstand in allen Richtungen trennen.
Die erste Fliese habe ich (optimistisch) versucht mit einer dickeren Kleberschicht auf dieselbe Höhe wie Fliese zu bringen. Die Vorgehensweise hat sich als „suboptimal“ herausgestellt. Das Ergebnis: eine halbe Stunde fürs ausrichten einzelnen Steinchen, der Zahnspachtel war nicht so hilfreich, und eine halbe Stunde fürs Entfernen vom Kleber aus der Fugen. Der Kleber ist weiß (Granit- und Glasfliesenkleber) und die Fugen müssen mit schwarzem Mörtel geschlossen werden. Dabei rutschte das Mosaik permanent nach unten und wollte auf keinen Fall einen gleichmassigen Abstand von der Wand haben.
Nach der ersten Verzweiflung habe ich mich erinnert an die Methode die Höhen auszugleichen – zuerst wird eine „Fliesenlegerplatte“ auf die Wand geklebt und dann die Fliesen.
Die „Fliesenlegerplatten“ habe ich beim nächsten Baustoffhändler gefunden – es ist eine WEDI-Platte (vielleicht gibt’s auch andere die dem Zweck entsprechen). Diese sind in mehrere Stärken erhältlich: 4mm, 6mm etc. Eine 4 mm war genau die richtige um die 5 mm Differenz auszugleichen. Die Platten sind nicht besonders billing (ca 25€/m²) aber kompensieren den Preis durch deutlich kleineren Arbeitsaufwand und bessere Qualität am Ende. Die Platten waren schnell verklebt und am nächsten Tag gefliest. Die Kleberschicht (gekämmt mit Zahnspachtel) war dünn genug um Übermengen an Kleber in Fugen zu vermeiden. Es waren lokale Austritte da, aber deutlich weniger als bei der ersten Mosaikfliese.
Nach dem Verfugen und Silikonarbeiten ist die Gästedusche vollständig gefliest.
Um das Raum vollständig fertig zu bekommen, fehlt uns eine Lieferung von bathhomestore.com. Die Lieferung (Duschwände und WC-Becken) war vor kurzem zum vierten(!) mal verschoben, jeweils um 2 Wochen… Die Begründung ist immer die Gleiche – „unser Lieferant ist schuld“. Das Geld haben wir schon vor Monaten bezahlt. Aber ob davon am Ende noch was wird…

Zuerst wird die Platte geschnitten und an die Wand mit Fliesenkleber verklebt.

Die dünnen Mosaikfliesen liessen sich ohne Probleme schneiden

Auf die Platte kommen die Mosaikfliesen (auf eine dünne Kleberschicht)

Und fertig! Die Mosaik ist verfugt und die Ecken mit Silikon zugemacht.
In den letzten Tagen hatten wir viel zu tun (die Ergebnisse der Arbeit stehen noch nicht fest) – es kommt zu der befürchteten Bemusterung-Phase. Als Erstes kamen Bad (obwohl Herr Schmidt den Installateuren noch nicht genannt hat), Fenster und Haustüren.
Besonders erlebnisreich waren die Besuche der Bad-Großhandel. In einem („Ginger & Funk“ in Wendelstein) wollte ein (sehr wichtiger) Mitarbeiter mit uns gar nicht sprechen, da er erst unseren Installateuren brauchte. Das kam mir am Anfang seltsam vor (immerhin, der Kunde bin ich), aber schon in dem zweiten Laden konnte ich verstehen, warum ein Klempner von großer Bedeutung ist.
In dem „Hoffmann“ in Nürnberg hat eine (wirklich gute) Beraterin uns ein Angebot vorbereitet, aber am Ende 50€ “Sicherheitsgeld” haben wollte… Da ich noch nie in meinem Leben ein Angebot weder bezahlt noch gegen Bezahlung gemacht habe, äußerte ich meine “Bedenken”. Sie meinte “wenn Sie uns Ihren Installateuren nennen, wissen wir gleich, ob er bei uns bestellt, oder bei einem Konkurrenten”. Es riecht schwer nach einem Doppelverdienst bei Klempner. Einmal zahlt Kunde, einmal Sanitär-Großhandel. Sonst wäre er doch nicht so „durchschaubar“.
“Ich bin Klempner von Beruf.
Ein dreifach Hoch dem, der dies‘ gold‘ne Handwerk schuf.
(hier geht das Lied weiter)
Das dritte Haus war das „bescheidene“ “Richter & Frentzel”. Auf die Fragen wie “Warum kostet eine Duschwand doppelt so teuer wie eine Designer-Glaswand vom “Glas Schaler”? antwortete der Berater mit einer Empfehlung das Teil da zu kaufen: “Da werden Sie bessere Qualität für weniger Geld bekommen”. Herrlich!
Jetzt warten wir auf den Namen „unseres“ Klempners, damit wir an die Angebote kommen. Und auf die Summe die uns zu Verfügung steht (ja, so blöd waren wir, die Summe für Badausstattung steht nicht in Baubeschreibung… Für das Kapitel “Bau Erfahrungen”).
Zumindest haben wir eine klare Vorstellung (dank u.a. dem SketchUp) was und wie wir im Bad haben wollen.

Baddesign

Bad, Rohbau

Ringanker

Hausbau SketchUp
Heute habe ich mich doch, nach der Erfahrung mit der Treppe, noch mal an Google SketchUp gesetzt. Der Grund ist immer noch die Außentreppe und die Hangsicherung.
Der Außenanlagenbauer, der mir empfohlen wurde, war heute auf meinem Grundstück und hat meine Befürchtungen bestätigt – die Hangsicherung muss eher mit Beton gemacht werden, als mit Steinen. Es wäre nicht genug Platz (1 bis 3 Meter) um den Hang (2,5 Meter) mit Steinen zu sichern. Also – ich muss mich an meinen Generalübernehmer mit dem Problem melden. Am Freitag treffen wir uns mit Herrn Schmidt am Grundstück und ich möchte meine “Vision” im 3-D vorstellen können, damit es auch richtig verstanden wird.
Ich denke wir müssen nicht nur die Treppe aus Beton gießen lassen, sondern auch eine (ein wenig komplizierte) Hangsicherung. Man könnte auch eine einfache Betonwand erstellen, aber wir möchten die Ecke auch bepflanzen können.
Mit SketchUp ging es heute wesentlich flotter. Gedrehte Flächen gehen immer noch nicht aber dafür konnte ich ein Model von einem Baum, was unserer Eiche ähnlich ist, in 3 Minuten aus dem Internet importieren und in mein Bild einbetten. Einen Briefkasten konnte auf die Schnelle nicht finden. Was SketchUp gut kann – das Berechnen von komplizierten Flächen. Jetzt weiß ich zumindest dass die Anfahrt zu der Garage 62 m2 ist.

Aussenanlagen mit SketchUp
Oh je, das Google SketchUp hat mit Benutzbarkeit ein wenig übertrieben…
Das Außentreppe-Problem beschäftigt mich schon seit Wochen. Sie muss gleichzeitig eine Hangsicherung darstellen, einen Übergang zum Balkon haben, Anschluß an die Gelände schaffen und, last but not least, hübsch sein. Zum Glück haben wir nicht vergessen die Treppe im Bauvertrag zu erwähnen, sonst hätte die Konstellation jeden Architekten oder Bauleiter “erschrecken” können. Damit wir irgendwie das Ganze selbst vorstellen können, haben wir schon versucht ein Modell aus Legosteinen zu bauen. Diese waren aber nicht flexibel genug und ohne Möglichkeit eine Textur zu definieren. Dann waren erfolglose PowerPoint und ArCon Versuche. Heute bin ich auf Google SketchUp gestoßen und damit den ganzen Abend “gerettet”.
Wie kann man ein richtig kompliziertes 3-D Objekt in einem 3-D Ansicht mit ständig an eine falsche Achse anlehnenden Punkten darstellen? Ja – ich bin ein Google SketchUp Newbie, aber jeder erwartet doch so eine Funktion wie Gruppieren (damit man ein Objekt, und nicht ein Set von Punkten, schieben kann), oder Darstellung eines Punkten (oder Linie) in einem 2-D View. Außerdem ist mir so gut wie keins von Bogen-3D-Objekten gelungen. 2-D – ja, aber die z-Achse “dazuziehen” – nicht. Ich möchte nicht dumm vorkommen, aber auch einen Viewport zu setzen war nicht möglich, die “Alles zeigen” Funktion rettete einigermaßen.
OK, Google verwendet die Software fürs umstrittene Street View Projekt (Hausbaublogger sind wohl per Definition keine Street View Gegner, eher “Konkurrenz”), aber da laufen wahrscheinlich mächtige de-rendering Scripts dahinter. Es kann nicht sein, dass Gebäuden mit der SketchUp Benutzeroberfläche entstehen. Wer benutzt dann die Software? Profis – defintiv nicht. Aber zumindest kann man jeder Google Street View Textur (sprich Oberfläche) klauen und an die eigene Digitalfassade “rankleben”.
Es hat mir doch gelungen ein nicht wieder verwendbares Bild zu erzeugen. (Mit Google ist es immer dasselbe – schimpfen kann man so viel man will, eine vergleichbare Alternative hat man meist sowieso nicht.) Den Rest werden wir vorstellen können.

Aussentreppe mit Google SketchUp
Wenn man ohne einen Architekten baut, auch mit einem Generalunternehmer oder Generalübernehmer, muss er sich selbst um Design kümmern. Angefangen mit Grundrissen, Fenster und Türen, bis zu Baddesign und Treppen. Eine interessante Aufgabe, aber gleichzeitig eine Herausforderung für Anfänger. Besonders bei den Sachen die vorher schwer vorzustellen sind, wie z.B. Beleuchtung. Sehr schnell kann es kitschig, langweilig, stillos oder einfach zu teuer werden.

Unsere Vorstellungen liegen bei einer Mischung aus Modernem und Zeitlosem. Schlichte „geradeförmige“ Linien, keine überladene Räume oder Wände, Holz, Naturstein, keine Glasstüren, keine schreiende Farben…
Auf der Suche nach Ideen waren wir am Wochenende in einem Fertighauspark auf A3 in der Nähe von Erlangen. Am meisten fokussierten wir uns auf Haustüren, Badzimmer, Treppen und Kaminöfen. Hier sind ein paar Fotos davon.

Haus mit dunklen Fenster und Dachziegel
Dunklere Fensterrahmen gefallen uns eindeutig mehr, man sollte aber die Farbe mit der Dachziegelfarbe in Einklang halten.

Freistehende Badewanne
Eine richtig schöne Badewanne! Kosten – schlappe 5k €.

Und das passende Waschbecken dazu. Praktisch für vierköpfige Familie.

Dunkle Parkettböden mit dunklen Holztüren, hervorgehoben durch helle Wände, sehen solid und schlicht aus.

In unserem Kinderzimmer lässt so was gut einrichten – die Höhe (2,50-3,50) reicht aus. Ein wenig Platz wäre auch damit gespart.

Wenn nicht das Schiffsfenster würde die Haustür definitiv besser aussehen…