Archive for Dezember, 2010

Dez
29

Draußen herrscht Winter – die beste Zeit noch mal das Heizungskonzept zu überlegen.
Bei uns ist das eine Luftwärmepumpe plus kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) mit Wärmerückgewinnung. Wegen des Wechsels zu einer Luftwärmepumpe (optimale Vorlauftemperatur – 35°), müssen wir auch im Kellergeschoss Fußbodenheizung einbauen, statt geplanten Heizkörper.

Die Anlage haben wir schon von Anfang an eingeplant, aber (absichtlich) nicht in die Baubeschreibung eingetragen. Ein paar Tagen habe ich gründlich im Internet gesucht und gelesen und folgende, für uns wichtige, Kriterien zur Auswahl einer KWL Anlage definiert:

  • Die Lüftungsröhren müssen auf Decke verlegbar sein und die Höhe des Bodenaufbaus nicht zu sehr beeinflussen
  • Der Wärmetauscher muss Wirkungsgrad mehr als 90% haben
  • Die Wohnraumlüftungsanlage muss für 180m² geeignet sein

Nach dem langen Vergleichen gefällt mir, zumindest aktuell, die Buderus Logavent HRV am Besten. Die KWL-Anlage bietet Luft-Verteil-System-Pakete zur Verlegung auf Decke und in Wand, hat Wärmerückgewinnung bis zu 91% und keinen „schlechten Ruf“ im Internet.

Leider, hat unser GÜ keine Durchführungen in der Betondecke machen lassen, obwohl er wusste, dass wir die KWL installieren wollen. Jetzt brauchen wir min. 7 Durchbrüche, einer davon ca. 80x20cm und die anderen 20x20cm.

Die noch offenen Fragen:

  • Deckenhöhe im OG variiert sich von 2,50 bis 3,20m. Wird es ein Problem darstellen? In meisten Unterlagen habe ich “Raumhöhe bis 2,50m” gesehen.
  • Theoretisch wäre es gut möglich den Fortluft der Wohnraumlüftung an der Luftwärmepumpe als Wärmequelle zu nutzen. Da der Fortluft, besonders im Winter, um einiges wärmer als Luft draußen ist, wäre es schade dies nicht auszunutzen und gleichzeitig die Luft für die Luftwärmepumpe elektrisch vorheizen. Wie das praktisch aussieht müssen wir noch klären.
  • Die KWL-Installation als Eigenleistung. Da die Planung einer KWL alles andere als einfach ist, würde ich diese von Hersteller planen lassen. Die Planung von Buderus kostet ca. 300€ und muss von einer Heizungsfirma beauftragt werden – die Hersteller arbeiten mit Privatleuten nicht.
  • ob und wie eine kontrollierte Wohnraumlüftung gefördert wird.
Dez
12

Noch eine Überraschung, wie es beim Bauen wohl üblich ist, eine unangenehme.

Wir haben eine Rechnung vom unseren Generalübernehmer bekommen die, dem Zahlungsplan entgegen, eine Zahlungsaufforderung für ein Gewerk im Voraus darstellt. In dem Fall bevor die Fenstermontage fertig gestellt war, sollen wir diese bezahlen. Die Begründung ist “nachdem die Fenster bereits im Voraus bezahlt werden müssen, darf ich Ihnen anbei die Fensterrechnung übersenden”.

Wir werden die Rechnung nicht bezahlen und beantworteten diese mit dem folgenden Text: “Wir haben vorgestern, am 09.12.2010, Ihre Rechnung vom 08.12.2010 mit Verwunderung erhalten. Die uns in Rechnung gestellte und für die Fenstermontage vorgesehene Rate G wird in Übereinstimmung mit dem Ihnen erteilten Bauauftrag erst nach dem Einbau der Fenster fällig, vgl. § 6 des Bauauftrages. Im Hinblick auf den aktuellen Stand der Bauarbeiten traten wir bereits in Vorleistung. Sie werden sicherlich Verständnis dafür haben, dass wir die weiteren Zahlungen von der Erfüllung Ihrer vertraglichen Pflichten abhängig machen werden.”

Noch mal kann ich empfehlen (wie schon hier: Zahlungsplan) größte Acht dem Zahlungsplan schenken. Ein realistischer Zahlungsplan sollte:

  • so viel Gewerke wie möglich widerspiegeln (nicht so wie bei uns, die Garage zum Beispiel ist gar nicht drin, wann und mit welchen Gewerken wird sie denn gemacht und abgerechnet?)
  • Preise der einzelnen Gewerken realitätsnah festlegen. So ungefähr sind die realistische anteilige Preise: Zahlungsplan – Gewerkeanteile (Danke an Baufuchs von bauexpertenforum.de)
  • klare Abnahme Kriterien bestimmen
Dez
11

Eine unangenehme Überraschung haben wir vor 2 Wochen erlebt – keine Gasanschluss Möglichkeit auf dem Grundstück. Mit dem Gasanschluss ist es richtig lustig gelaufen – der Grundstücksverkäufer behauptete der Gasanschluss wäre 10 vom Grundstück entfernt und keiner (weder wir noch der Generalübernehmer) haben das beim Planen geprüft.

Alternative Heizungsarten die jetzt zum Auswahl kämen sind Luftwärmepumpe und Pelletsheizung.

1. Luftwärmepumpe

Für eine Luftwärmepumpe sprechen einfachere Installation und keine Notwendigkeit in einem Pelletslager-Raum. Es ist auch möglich eine Luftwärmepumpe zum Kühlen im Sommer verwenden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man mit einer Luftwärmepumpe gegenüber anderen Heizungssystemen sparen. Geringere Wartungskosten (ca. 150€Jahr) ist auch ein Pro-Argument.

Die Nachteile:

  • eine Luftwärmepumpe läuft effizient nur bis ca. 0°, danach heizt man zunehmend mit Strom. Ab -7° wird es richtig teuer. Eine Abhilfe wäre ein Holzofen als eine Alternative für die kälteren Tage. Das kostet aber wieder Geld und benötigt Platz für Holz Vorrat. Für eine Solewärmepumpe, die viel effizienter wäre, ist das Grundstück zu klein, die Erdkollektoren brauchen ca. 300m², unbepflanzt.
  • Bei -25° schaltet das Gerät automatisch ab. Die Statistik sagt, dass in den letzten 20 Jahren gab es nur 10 Tage wo es -20° war. Aber im Jahr 2010, im Fernsehen, hörte man auch oft  “ich habe so ein Winter noch nicht erlebt”.
  • Geräuschbelästigung, bis 52 dB.  Uns wurde eine Luftwärmepumpe zur Innenaufstellung angeboten, ich kann nicht abschätzen ob wir das Gerät im Keller im Erdgeschoß hören werden.
  • Gewisses Risiko bringt natürlich auch die Dämmung des Hauses. Die Luftwärmepumpe ist eher für sehr gut gedämmten Neubau geplant. Ich denke auch an den leider nicht geplanten Blower-Door-Test. Diesen müssen wir auf jeden Fall machen.

2. Pelletsheizung.

Die Heizung hat in meinen Augen nur einen Vorteil – Effizienz und Betrieb unabhängig vom Wetter.

Nachteile: wir müssen einen Raum im Keller für das Pelletslager umplanen und, auch wichtig, Pellets werden immer teuerer. Deshalb habe ich die Option gar nicht weiter untersucht.

Die beiden Heizungsarten sind mir irgendwie fremd… Beruhigende Wörter der Vertreter sind nicht mit persönlichen Erfahrungen gesichert. Leider kenne ich keinen der eine Luftwärmepumpe oder Pelletsheizung hat. Eine Entscheidung müssen wir aber schnell treffen.

Auch die Ölheizung kann man in Betracht ziehen, aber da sieht die Entwicklung der Heizölpreise nicht besonders berauschend.

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